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Studieren mit Kind

Stapel

So, jetzt habe ich aber so nebenbei immens Karriere gemacht: Ich werde ab November nicht mehr Minijobberin sein, sondern Teilzeit arbeiten. Und das ein paar Stunden mehr die Woche. Im selben Job. Das macht mich direkt ein wenig glücklich! Warum, weiß ich auch nicht so genau, vermutlich ist es die gute alte gesellschaftliche Anerkennung, die ich mir davon verspreche. Was auch sonst, denn mehr Geld bleibt ja bei mir als Aufstockerin gar nicht hängen und nennenswerte Rentenansprüche erwerbe ich dadurch auch nicht – aber: Falls Carla krank wird, bekomme ich trotzdem Geld. Das nimmt mir doch ein bisschen Sorge ab.

Nur: Ich muss darauf achten, dass ich mein Semesterpensum trotzdem schaffe, immerhin soll das nächste Sommersemester auch das letzte sein! Und damit ich die Uni ja nicht auf die lange Bank schiebe, kam heute mit der Post der nächste Stapel Unterlagen für dieses Semester. Wenn ich den ganzen Stapel ansehe, wird mir doch ein bisschen schlecht. Ich habe ihn auch noch nicht ausgepackt, er ist so schön verschweißt und ich habe die Befürchtung, dass sich die Hefte noch ein wenig aufplustern, wenn ich sie aus ihrer Folie befreie…

Aber so schlimm, wie es aussieht ist es ja nie, sagt die Erfahrung – und möglicherweise hat sie ja recht…

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2012
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Oct 25, 2012

Studieren mit Kind

Dienstage

Dienstage sind grauenvoll. Meine jedenfalls. Besonders dieser Dienstag!

Ich habe eine Hausarbeit zu schreiben – und außer früh morgens in der Bibliothek und spät abends zu Hause finde ich die letzten Tage keine Zeit – jaja, mit Motivation hat das möglicherweise auch ein wenig zu tun …

Wenn wir es mit der üblichen Hetze geschafft haben, pünktlich im Kindergarten zu sein, und ich dann gegen halb neun in der Bibliothek sitze, ist eigentlich noch alles in Ordnung. Aber dann geht es eben ohne größere Pausen weiter: Um elf den Laden aufsperren, um drei werde ich abgelöst, dann hole ich Carla und bin mit ihr gegen vier zu Hause. Dort: Nahrungsaufnahme! Wichtig! Dann kann Carla noch ein halbes Stündchen spielen. Auch wichtig! Um kurz nach halb fünf müssen wir wieder los – zum Kinderturnen. An der Ecke treffen wir uns mit ihrem Freund (und seinem Bruder mit Mama) und gehen zusammen zur Turnhalle: die Kinder fahren auf ihren Räder voraus – die Mamas hinterher. Die Mama-Unterhaltung wird gelegentlich unterbrochen vom synchronen „An der Ampel stehen bleiben!“

Bis die beiden sich umgezogen haben!!! Dann sollten die Eltern natürlich beim Aufbau der Geräte helfen. Das tue ich sonst auch, wirklich! Aber heute ist sechs Tage vor dem Ende der Abgabefrist für meine Hausarbeit – und da haue ich lieber sofort wieder ab! Natürlich werde ich in den eineinhalb Stunden, die Carla beim Turnen ist für die Hausarbeit nichts reißen.

Aber: Ich kaufe ein, bereite das Abendessen vor und döse zwanzig Minuten auf dem Sofa. Wenn ich mit Carla gegen sieben dann wieder daheim bin, sollte alles ganz schnell gehen: duschen, essen, Bett, „Nein, heute lese ich dir nichts mehr vor“ – du darfst aber eine CD zum Einschlafen hören! Und für mich: ein leckerer Abend-Kaffee am Schreibtisch! Aber länger als bis neun werde ich wohl kaum durchhalten. Morgen ist hoffentlich mehr Zeit…

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Oct 12, 2012
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Oct 12, 2012

Studieren mit Kind

Der Biorhythmus von Vorschulkindern

Carla ist jetzt Vorschulkind. Das stellt uns beide vor völlig neue Herausforderungen: Wir sollten nämlich bereits um halb neun jeden Morgen im Kindergarten sein. Wohl damit wir uns beide schon mal an die nächstes Jahr von der Schule geforderte Pünktlichkeit gewöhnen können. Bis jetzt klappt das von meiner Seite ganz gut, ich liege spätestens ab halb sieben schlaflos im Bett, also genau zu der Zeit, zu der mein Töchterchen seit sie feste Nahrung zu sich nimmt, ihr Frühstück verlangt. Endlich hat sich mein Rhythmus also umgestellt, und was macht Carla? Ihr Rhythmus hat sich ebenfalls umgestellt – auf Bald-Schulkind-Rhythmus! Dieser Rhythmus zwingt ihren kleinen Körper dazu, zwischen halb sieben und halb acht Uhr morgens eine Tiefschlafphase zu durchlaufen! Ich nehme an, diese Rhythmus-Umstellung ist eine wichtige Voraussetzung und erstes Anzeichen der Alles-Saublöd-Haltung, die für die Entwicklung junger Menschen ja so bedeutsam ist! Da nützt kein gesäuseltes „Aufstehen mein Liebling!“ auch kein Wachkitzeln. Auch kein Licht an – Decke weg!

Natürlich wird sie davon wach, aber dann sitzen wir beide mit absoluter Grotten-Laune beim Frühstück und ich werde für den Rest des Tages an allem schuld sein … Gestern habe ich sie fröhlich-sanft in die Dusche getragen – aber jeden Morgen?! Nee!!! Ich spiele mit dem Gedanken, ihr einen Wecker zu schenken! Einen, den sie selbst bedienen kann? Den sie dann auf 4 Uhr 35 stellt, weil sie den Stunden- mit dem Minutenzeiger verwechselt? Hm, das sollte gut überlegt sein! Jedenfalls: Ich finde meine Rhythmus-Umstellung wunderbar, für mich heißt das: Ich bin morgens so früh in der Bibliothek, dass ich meinen Lieblingsplatz bekomme und noch alles ganz still ist. Wenn dann gegen 11 Uhr der Ansturm der bildungshungrigen Massen beginnt, gehe ich zur Arbeit! Hat mich selbst erstaunt, wie viel man in zwei konzentrierten Stunden in der Bibliothek schafft!

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Oct 8, 2012
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Oct 8, 2012