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Zukunft Ingenieurin?

Honigkuchenpferdegrinsen

Ein dickes, fettes Honigkuchenpferdegrinsen, das hatte ich wohl unverkennbar auf dem Gesicht, als ich die Abiturprüfungskommission verließ. Der Grund? Meine Abiturergebnisse sind in meinen Augen mehr als gut ausgefallen. Endlich durfte ich die langersehnten Ergebnisse in Händen halten und die ganze Anspannung der letzten Stunden und vor allem der letzten Minuten fiel mit einem Mal von mir ab.

Die Verkündung der Ergebnisse wurde aber auch mehr als spannend oder besser gesagt anspannend gestaltet: Nach zweieinhalb Monaten Wartezeit rückte der Tag der Entscheidung in der letzten Woche auf einmal mit riesigen Kängurusprüngen näher. Das traditionelle Abschiedsfrühstück am Tag der Ergebnisverkündung musste organisiert werden und in alphabetischer Reihenfolge wurden alle Schüler in Gruppen unterteilt, in denen sie ihre Ergebnisse erfahren sollten. Wie mit dem Anfangsbuchstaben „T" im Nachnamen eigentlich auch zu erwarten war, fand ich mich also in der letzten Gruppe des Tages wieder. Und nun ging es ans Warten und Warten und Warten. Während die erste und zweite Gruppe nacheinander mit ihren Noten aus dem Raum kamen, entweder lachend oder ab und zu auch enttäuscht oder sogar mit Tränen in den Augen, blieb uns nichts anderes übrig, als einfach nur dazusitzen und - ja genau - zu warten.

Doch dann ging's endlich zum Ort der Ergebnisverkündung. Jahrgangsleiter, Oberstufenleiter und Schulleiter, allesamt mit wahrer Beerdigungsmiene, begrüßten uns. Nun folgte die (nicht enden wollende) Belehrung zur mündlichen Prüfung, eventuellen Abistreichen, möglichen Nachprüfungen und allem, von dem ich im Moment überhaupt nichts wissen wollte. Aber nach unendlich langen Minuten kam dann doch endlich das für mich einzig Wichtige: meine Noten. Und siehe da, das Warten hat sich gelohnt, denn einen Einserschnitt hatte ich nicht erwartet. Yiiiipiiiiiiiiiiiiieh! Nun also nur noch die mündliche Prüfung abwarten...

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 9, 2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Jun 9, 2009

Zukunft Ingenieurin?

Die Entscheidung ist gefallen (Teil 4)

„Du musst unbedingt heute Abend vorbeikommen, da haben wir unseren EUM-Stammtisch! Hier werden alte Klausuren ausgetauscht, und insbesondere die älteren Studenten können den jüngeren bei Problemen helfen." Das klingt ja fast zu gut, um wahr zu sein, denke ich und nehmen mir fest vor, nach meinem Projekttreffen in Deutsch bei besagter Bar vorbeizuschauen.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mir bei der Entscheidung, ob dieser Studiengang das richtige für mich ist, nun endlich ganz sicher wäre. Einer der Studenten scheint meine Zweifel jedoch zu bemerken: „Ach jetzt hört mal auf, du bist jetzt einfach dabei!" „Stimmt auch wieder", denke ich mir. Denn was will ich eigentlich noch? Ich habe einen Studiengang gefunden, der mich (zumindest nach meinem momentanen Eindruck) wahnsinnig interessiert, ich habe Studenten kennengelernt, die hilfsbereiter kaum sein könnten und mich über das umfassende Nachhilfeprogramm informiert, dass mir bei größeren Schwierigkeiten gut helfen sollte. Ich habe mich in eine Mathematikvorlesung gesetzt und bin zumindest nicht völlig untergegangen und ich habe mich schon über die vorrausgesetzten Informatikkenntnisse informiert, sodass ich eventuell noch einige Lücken schließen kann. Und nicht zuletzt habe ich einen Studiengang gefunden, dessen Absolventen auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind und den ich sogar in meiner Heimatstadt absolvieren kann.

Und auch wenn der abendliche Stammtisch dank einer bis in die frühen Morgenstunden andauenden Referatvorbereitung für mich leider ausfallen musste, glaube ich, dass ich jetzt wirklich meinen Traumstudienstudiengang gefunden habe - sofern mein NC mitspielt ...

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Jun 5, 2009
Autor: Janine
Rubrik: studium
Jun 5, 2009

Zukunft Ingenieurin?

Die Entscheidung ist gefallen! (Teil 3)

Nach dieser unfreiwillig komischen Vorlesung ging es nun zur wohlverdienten Mittagspause in die Mensa, und obwohl mich einer der Studenten sofort darauf hinwies, dass das Essen hier einer schwerwiegenden Körperverletzung gleiche, schmeckte mir alles wirklich gut. Nun ja, mit den Kochkünsten von meiner Mum konnte es nicht mithalten, aber die stehen sowieso außer Konkurrenz. Daher vermute ich, dass hinter der scheinbar zuvorkommenden Warnung des Studenten in Wirklichkeit eine Verschwörung steckt, die es darauf abgesehen hat, Neuankömmlingen das Essen zu vermiesen, damit dieser Geheimbund das ganze Essen für sich behält J.

Aber Geheimbund hin oder hier: Die Studenten, mit denen ich an einem Tisch saß, waren einfach nur super nett. Jede meiner Fragen wurde sofort mehr als ausführlich beantwortet, und zudem bekam ich jede Menge Tipps, auf welche Weise ich mir das Leben als angehender Erstsemester etwas angenehmer gestalten könne. Dazu gehörte natürlich auch der Hinweis, zu keiner BWL-Vorlesung bei besagtem Professor zu gehen, wenngleich ich diesen Vorschlag wohl eher nicht annehmen werde.

Und als wäre dies an Hilfsbereitschaft noch nicht genug, wurde mein Terminplan zugleich von eifrigen Studenten überhäuft, die mir ungefähr x-Millionen Vorlesungen vorschlugen, bei denen ich mich als Gasthörer unbedingt einmal reinsetzten solle. Die echte Begeisterung, die alle für ihr Studienfach zeigten, konnte einfach nur ansteckend auf mich wirken. Ansteckend war aber auch die Einladung zum Stammtisch des Studiengangs, der in einer nahegelegenen Bar noch an diesem Abend stattfinden sollte... (to be continued).

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  May 29, 2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
May 29, 2009