interaktiv

Zukunft Ingenieurin?

Zutrauen oder doch eher Selbstüberschätzung?

Autor:
Janine

Rubrik:
orientieren

18.02.2008

„Während meines Studiums habe ich zwölf bis vierzehn Stunden am Tag gelernt, am Wochenende bis zu acht Stunden. Danach hatte ich ein Burnout-Syndrom und konnte ein halbes Jahr lang gar nichts mehr machen..."

Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich einfach nur die falschen Leute frage, wenn ich Informationen über meinen Traumberuf haben möchte - ständig höre ich nur, wie schwer Studium und Beruf sein sollen. Aber eine bessere Informationsquelle als diese drei Ingenieure mit langjähriger Berufserfahrung, die ich während meines Wirtschaftspraktikum bei einem Windenergiekonzern kennen gelernt habe, gibt es wohl nicht.

Wir stehen zusammen in einer Runde und ich blicke hoffnungsvoll zu den anderen beiden: Vielleicht verlief das Studium ja hier etwas weniger stressig? Aber keiner macht Anstalten, dieser Aussage zu widersprechen, es folgt nur ein „Das Studium ist wirklich sehr hart...".

 „Na, das sind ja wirklich schöne Aussichten", denke ich nur, „wenn diese Physik- und Mathegenies schon Probleme mit dem Studium hatten, wie soll ich das dann schaffen?!"

Schon vor diesem Gespräch war ich mir nicht sicher, ob ich den Mathematikanforderungen dieses Studienganges gewachsen bin und nun höre ich, dass sogar Leute mit ausgesprochener Mathematikbegabung Schwierigkeiten haben.

Meine Gesprächspartner haben meinen leicht verzweifelten Gesichtsausdruck wohl bemerkt, denn schnell fügen sie noch hinzu: „Aber wenn man das wirklich will, kann man es schaffen. Man muss sich das nur zutrauen..." Aber traue ich mir das wirklich zu und wäre dieses Zutrauen vielleicht nicht doch eher Selbstüberschätzung zu nennen?

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.