interaktiv

Zukunft Ingenieurin?

Die Lizenz zum Nörgeln

Autor:
Janine

Rubrik:
studium

09.11.2009

Welcher Schüler kennt es nicht? Zu viele Hausaufgaben, zu hohe Klausuranforderungen, zu schnelles Voranschreiten im Unterrichtsstoff ... Was macht der schlaue Schüler von heute bei derartigen Problemen? Richtig – er geht zu seinem jeweiligen Lehrer und fragt nach, ob die Hausaufgaben nicht ein wenig reduziert oder die eine oder andere Unterrichtsstunde nicht doch lieber zum Wiederholen statt zum Ausarbeiten eines neuen Themas genutzt werden könnte. Je nach Überzeugungskraft des Schülers und Durchsetzungsfähigkeit des Lehrers kann diese zumeist freundlich vorgetragene Nörgelei dann auch manchmal zu einer Arbeitsentlastung des furchtbar gestressten Schülers führen.

Diese Lizenz zum Nörgeln hat man im Studium jedoch gänzlich verloren. Was interessiert es den Professor, ob man die acht Seiten Rechnungswesen, fünf Seiten Mechanik- und vier Seiten Matheübungen rechtzeitig fertig hat, um den Anschluss an die Übungen der nächsten Woche nicht zu verlieren? Ist ja schließlich eh alles freiwillig.

Wen interessiert es, dass man nach einer bis in die Nachtstunden andauernden Vorlesung am nächsten Tag nur ungern wieder einen ganzen Tag ausschließlich von früh bis spät in der FH sitzen mag, um abends anschließend noch Vorlesungsstoff zu wiederholen? Ist ja schließlich eh alles freiwillig.

Niemand zwingt einen, Übungsaufgaben zu machen, in den Vorlesungen gibt es keine Anwesenheitspflicht, die Anmeldung zu den Prüfungsterminen erfolgt über die Stundenten. Eine etwas ungewohnte und eigentlich auch schöne Freiheit – doch wie heißt es so schön: Wer Rechte hat, hat auch immer Pflichten!

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