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Zukunft Ingenieurin?

Ein Date mit dem Mathebuch?! (Teil 2)

Autor:
Janine

Rubrik:
studium

17.02.2010

Dass Mathematik eine der anspruchsvollsten und arbeitsintensivsten Vorlesungen werden würde, hatte ich von Anfang an befürchtet. Nicht umsonst wurden wir von vorneherein darauf hingewiesen, dass wir Mathe definitiv als eines unserer „Hauptfächer“ betrachten und dementsprechend viel Lernzeit darauf verwenden müssten.

Das hohe Lerntempo und die schnellen Wechsel zwischen den Thematiken ließen mich daher so manche Abende und Wochenenden über den Übungsaufgaben brüten und mir kam beim Lernen nicht gerade selten der Gedanke, dass es doch sehr unwahrscheinlich sei, dass ich jemals von alleine auf derart komplexe und abstrakte Lösungen kommen sollte.

Ungefähr ein Monat vor den Klausuren begann dann die Extrem-Mathe-Lernphase: Nur unterbrochen von Weihnachten, meinem Geburtstag und Silvester zwang ich mich dazu, jeden Tag mehrere Stunden Mathe zu büffeln. Mathe, Mathe, Mathe, Mathe und noch einmal Mathe!

Doch der Aufwand hat sich wirklich gelohnt. Nicht nur, dass ich die Klausur mit einer 1 vor dem Komma bestanden habe (eine Neuigkeit, die mich so überrascht hat, dass ich die Matrikelnummer ungefähr einhundertmal mit meinem Studentenausweis verglichen habe und diese unglaubliche Tatsache bis zur Klausureinsichtnahme trotzdem kaum glauben konnte). Sondern auch, weil ich merke, wie viel ich an mathematischen Kenntnissen dazu gewonnen habe. Denn auch wenn ich es nie für möglich gehalten habe: Aufgaben, die für mich anfangs böhmische Wälder waren, kann ich heute oftmals ohne Probleme lösen und Ansätze, auf die ich vor Beginn meiner Mathelernzeit nie im Leben von alleine gekommen wäre, erscheinen mir mittlerweile vollkommen logisch.

Und somit heißt es, sich schon einmal seelisch auf die Mathematik des zweiten Semesters vorzubereiten, die bestimmt nicht leichter wird. Entmutigen lassen werde ich mich davon aber hoffentlich trotzdem nicht!

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