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Zukunft Ingenieurin?

Nutzlos, nutzloser, Biologie (3)

Warum ich die Biologievorlesung als derart nutzlos empfand? Nein, das lag natürlich nicht nur an dem aus meiner Sicht miesesten Referat, das ich in meinem gesamten Leben halten musste – es lag schlicht und einfach daran, dass es praktisch keine Vorlesung gab. Stattdessen wurden nur zehn verschiedene Referate zu zehn verschiedenen Themen gehalten, die meiner Meinung nach kaum etwas mit „Energie- und Umweltmanagement“ (und so heißt schließlich mein Studienfach!) zu tun hatten. Auch gab es keine Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen, keine Klausur am Ende des Semesters, sodass wegen aufwändiger Matheklausurvorbereitungen kaum ein Anreiz bestand, den Stoff aus den Referaten nochmals zu wiederholen. Nicht unbedingt der geschickteste Versuch, die Studierenden für die jeweiligen Referate der anderen Gruppen zu begeistern. Und warum soll ich überhaupt ein Referat halten, wenn mir sowieso am Ende nur der Professor wirklich zuhört, der den Stoff schon beherrscht?!

Nichtsdestotrotz ärgere ich mich noch heute über den Ausgang unseres Referates: Gut vorbereitet wie ich und viele weitere Gruppenmitglieder waren, hatte ich mir eine wirklich gute Note erhofft. Doch unser Arbeitsaufwand wurde leider dadurch zunichte gemacht, dass ein gewisses Gruppenmitglied die Dreistigkeit besaß, einen ausgedruckten Wikipediaartikel auf Grundschulniveau vorzulesen. Und wie heißt es so schön bei unserem Biologieprofessor: Gruppennoten sind Gruppennoten – sprich unsere Gesamtnote wurde schlechter, die des faulen Gruppenmitglieds aber natürlich um das ungefähr hundertfache besser als verdient. Und auch wenn wir das Kapitel Biologiereferate immer noch mit einer guten Note abgeschlossen haben, ärgere ich mich heute noch über diese Ungerechtigkeit.

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2010
Autor: Janine
Rubrik: studium
Apr 9, 2010

Zukunft Ingenieurin?

Nutzlos, nutzloser, Biologie (2)

Wie stellt man sich ein richtig, richtig mieses Referat vor? Ein Wikipediaartikel, der nur vorgelesen wird? Ein Wikipediaartikel, der ohne Betonung vorgelesen wird? Nein, es geht noch schlimmer – ein Wikipediaartikel, der ohne jede Betonung, mit falscher Aussprache der Fremdworte und kein bisschen flüssig vorgelesen wird.

Aber fangen wir von vorne an: Da das Referat in Biologie zugleich die Note für diesen Vorlesungsblock beinhalten sollte, gaben sich meine Freunde und ich entsprechend große Mühe mit unserem Teil des Referats. Fünf Minuten Redeanteil für jeden – eigentlich lächerlich, wenn man bedenkt, dass man aus Schulzeiten noch 120-minütige Referate gewohnt ist, die man alleine halten musste. Aber genau hinter diesen fünf Minuten verbirgt sich die große Tücke des Referates: Denn erst beim Ausarbeiten merkt man, wie schwierig es ist, die wichtigsten Informationen in einer derart kurzen Zeit komprimiert und dennoch verständlich rüberzubringen. Und so dauerte die Vorbereitung der Referatteile doch wesentlich länger als anfangs vermutet.

Am Ende bin ich jedoch zufrieden mit meinem Ergebnis und auch das Resultat der meisten anderen Gruppenmitglieder kann sich sehen lassen. Dennoch erweist sich das Zusammentragen der Ergebnisse als schwierig, da sich durch die Fülle der Themen immer wieder das eine oder andere Zeitproblem ergibt und vor allem, weil ein Gruppenmitglied seinen Teil aus mysteriösen Gründen nie dabei hat. Was es mit diesem Referatteil auf sich hat und an welchem Punkt der Wikipediaartikel ins Spiel kommt, verrate ich euch dann im nächsten Blog.

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Mar 30, 2010
Autor: Janine
Rubrik: studium
Mar 30, 2010

Zukunft Ingenieurin?

Nutzlos, nutzloser, Biologie (1)

Eigentlich mochte ich das Fach Biologie immer. So sehr, dass ich es sogar freiwillig als schriftliches Abiturfach gewählt habe, obwohl ich in meiner Auswahl keinerlei Einschränkungen hatte: das heißt, dass ich jedes beliebige Fach hätte wählen können.

In meinem ersten Semester begann sich meine Zuneigung zu diesem Fach jedoch langsam, aber sicher, in Luft aufzulösen. Schon die erste Vorlesung ließ mich böses erahnen: Es wird keine Prüfung am Ende des Semesters geschrieben, stattdessen werden Referate gehalten, die dann unsere Endnote ausmachen.

So weit so gut – gegen Referate habe ich persönlich nichts, denn bei ihnen hat man mit ausreichender Vorbereitung immer eine gute Note sicher (das dachte ich zu diesem Zeitpunkt zumindest noch). Doch die Vorgaben meines Professors fand ich dann schon weit weniger berauschend. Die Referate sollten nämlich in 10er-Gruppen gehalten werden, jede Person hat fünf Minuten Redeanteil und bewertet wird nur die gesamte Gruppe.

Keine Einzelnoten – das ist etwas, was mit nur bedingt gefällt – genau genommen gar nicht! Natürlich gibt es sehr viele, sehr ehrgeizige Personen in meinem Studiengang, die natürlich alle eine gute Note haben wollen, aber dennoch ...Bei derart wichtigen Noten habe ich die Fäden generell lieber selber in der Hand. Und meine Befürchtungen erwiesen sich in diesem Fall auch als durchaus berechtigt.

Warum die Biologievorlesung für mich in diesem Semester die mit Abstand sinnloseste Vorlesung war und wie das katastrophalste Referat meines Lebens verlief, erzähle ich euch aber erst in meinem nächsten Blog.

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Mar 23, 2010
Autor: Janine
Rubrik: studium
Mar 23, 2010