interaktiv

Zukunft Ingenieurin?

Urlaub oder doch lieber Taschenrechner?!

Autor:
Janine

Rubrik:
studium

29.04.2010

Dass ich in meinem Leben jemals einen Taschenrechner benötigen würde, der so viel wie ein Kurzurlaub kosten würde, konnte ich mir bis zu Beginn meines Studiums nicht vorstellen. Auch nicht, dass ich jemals in der Lage sein würde, meinen alten, immerhin doch schon grafikfähigen Taschenrechner, mit irgendwelchen Rechnungen zu überfordern. Doch spätestens zu Beginn des zweiten Semesters war es soweit: Konnte ich die erste Mathematikklausur noch ohne Monstrum von Rechner bestehen, erwies sich das bei den Aufgaben des zweiten Semesters als zunehmend problematisch. Und so blieb mir dann auch nichts anderes übrig, als mir einen dieser Rechenwunder zu kaufen, von denen die Anbieter leider nur allzu genau wissen, welchen Preis sie dafür verlangen können.

Und nun sitze ich hier mit meinem XXL-Taschenrechner und der 350 Seiten umfassenden Bedienungsanleitung – von der ausführlichen, 1.300 Seiten langen Version auf meinem Laptop ganz zu schweigen. Beeindruckt, was mein neues, zugegebenermaßen recht nerdhaftes „Spielzeug“ kann, bin ich auf jeden Fall. So nimmt er mir beispielsweise nicht nur lästige Integral- und Differentialrechnungen ab, sondern ist auch in der Lage, hochkomplexe mathematische Rechnungen auszuführen – immer vorausgesetzt natürlich, sein Besitzer weiß auch, wie entsprechende Zeilen korrekt einzugeben sind.

Falls einige von euch denken, dass das Semester bezüglich Mathematik nun für mich gelaufen sei, ohne dass ich noch einen einzigen Finger krumm machen müsste, irrt aber gewaltig. Denn in der Klausur werden Rechenwege verlangt, die mir der Taschenrechner nicht liefern kann (ein Ergebnis ohne Rechenweg bringt keinen einzigen Punkt). Hat man die Probleme, mit denen wir uns mittlerweile befassen, nicht vollständig durchdrungen, würde kein Taschenrechner dieser Welt etwas nützen. Denn wie heißt es so schön: Eine Rechner ist nur so klug, wie derjenige, der ihn bedient.

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