interaktiv

Zukunft Ingenieurin?

Schulalltag an der Schule für Körperbehinderte

Autor:
Janine

Rubrik:
orientieren

05.05.2008

„Es ist immer sehr schwer, ein Thema zu finden, dass im Klassenverband bearbeitet werden kann, da die Kinder sehr unterschiedliche Lernleistungen erbringen", wird mir gleich an meinem ersten Tag meines Praktikums an der Schule für Körperbehinderte erklärt. Tatsächlich wird das schon in der ersten Stunde Mathematik deutlich: Alle Kinder sind im Lernstoff unterschiedlich weit, brauchen folglich ihre individuelle Betreuung und Förderung. Während einige Kinder schon im Zahlenraum 100 rechnen, rechnen andere noch im zehner Bereich. Jedes Kind hat seine eigenen Rechenhilfen von Plastikhunden über Perlen etc.

Die kleine Klassengröße von 7 Schülern erklärt sich somit von selbst: Um den Schülern den Lernstoff möglichst effektiv zu vermitteln und um Fortschritte zu erreichen, ist nahezu eine Eins-zu-Eins-Betreuung der Kinder notwenig.

Auch im anschließenden HSU-Unterricht werden die stark abweichenden Lernleistungen der Kinder deutlich: Die Kinder erzählen beispielsweise über einen Tagesausflug, der in der letzten Woche stattfand. Während sich einige Kinder noch an viel erinnern, brauchen andere sehr viel Hilfe bis sie sich wieder an bestimmte Ereignisse erinnern.

Kein einziges Mal während meines gesamten Praktikums habe ich es erlebt, dass ein Schüler einen anderen wegen seiner Schwächen auslachte. Jedes Kind ist sehr stolz auf seine erbrachte Leistung und auch auf die seiner Mitschüler - trotz der offensichtlichen Lernunterschiede ...

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.