interaktiv

Zukunft Ingenieurin?

Lernen, was für andere selbstverständlich erscheint ...

Autor:
Janine

Rubrik:
orientieren

13.05.2008

Nach einer halben Stunde im Schneidersitz bemerke ich, wie mein Rücken zu schmerzen anfängt und meine Beinmuskeln zu streiken beginnen. Ich befinde mich bei der Ergotherapie.

Mir werden zunächst die Elternfragebögen gezeigt, die bei der Einschulung der Kinder ausgefüllt werden; diese Bögen gehen nicht nur auf die Behinderung der Kinder an sich, sondern auch auf das soziale Umfeld der Kinder, ihr Verhalten zu anderen Kinder etc. ein. Außerdem kann ich mir ein Testverfahren anschauen, dessen Ziel es ist, die Kinder in ihrem Lernverhalten besser einstufen zu können. Ziel der Ergotherapie ist es dann, die Schwächen des jeweiligen Kindes durch Förderung seiner Stärken allmählich auszugleichen.

Und dann steht Mitmachen auf der Tagesordnung: Ich befinde mich beispielweise im Schneidersitz auf der (zunächst noch bequem wirkenden) Sitz- und Liegematte auf dem Fußboden des Therapiezimmers und spiele mit den Kindern verschiedene Spiele. Doch wer jetzt glaubt, dass diese sowie andere Therapieformen bloße Beschäftigungstherapien ohne höheren Sinn seien, irrt sich gewaltig: Die Kinder lernen in den Therapien, sich im Alltag besser zurechtzufinden. Die verschiedenen Übungen fördern beispielsweise das Gefühl für Sprache und Rhythmus, die Merkfähigkeit wird geschult, die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften oder auch die Drucksensibilität gefördert. Und ganz nebenbei wird noch etwas - gerade für diese Kinder- sehr Wichtiges vermittelt: „Könnt ihr etwas nicht, dann bittet um Hilfe!"

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