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Zukunft Ingenieurin

Abschlussurkunde ohne Feierlichkeiten

Autor:
Janine

Rubrik:
studium

15.03.2013

Irgendwie war es für mich schon immer selbstverständlich, dass die Verleihung meiner Bachelor-Urkunde sowie meines Bachelor-Zeugnisses etwas Feierliches sein sollte. Ein Tag, der mich für die zurückliegende harte Arbeit entschädigen würde und den ich mit Familie und Freunden aus vollen Zügen genießen könnte. Bestärkt wurde diese Erwartungshaltung noch durch die Tatsache, dass ich in meiner Schulzeit die vielen feierlichen Abibälle mit tagelanger Vorbereitung, Dekoration und wunderschöner Abendgarderobe kennengelernt hatte.

Im starken Kontrast hierzu stand nun die tatsächliche Urkundenübergabe, die in einem kleinen Büro, allerdings immerhin mit einer sehr netten Mitarbeiterin des Studentensekretariats, stattfand. Urkunde in die Hand, eine Erläuterung über die Bedeutung der einzelnen Papiere, die ich erhalten hatte, und ein freundliches „Herzlichen Glückwunsch“. Das war also die gesamte Übergabe! Zwar lag bei den Papieren auch eine Einladung zu einer feierlicheren Absolventenverabschiedung, diese findet allerdings erst im Sommer statt. Und obwohl ich natürlich verstehen kann, dass bei den vielen unterschiedlichen Zeitpunkten, zu denen die Studenten ihr Studium beenden, nicht für jeden Absolventen eine zeitnahe individuelle Verabschiedung möglich ist, finde ich diese Tatsache sehr schade.

Am Tag meiner Verabschiedung wollte ich es mir aber trotz fehlender offizieller Feierlichkeiten gut gehen lassen. Und so veranstaltete ich einfach meine eigene, kleine Absolventenfeier, ging mit meiner Familie frühstücken, genoss die ersten Sonnenstrahlen bei einem riesigen Eisbecher und kochte abends mein Lieblingsessen. Glücklich fiel ich am Abend ins Bett und auch wenn es keine offizielle Feierlichkeit war – ich hatte trotzdem einen unvergesslich schönen Tag!

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