interaktiv

Zukunft Ingenieurin?

Ein zu hoher Preis?

Autor:
Janine

Rubrik:
orientieren

24.10.2008

Ich bin gerade dabei, meine Sachen zu packen - meine Sachen für drei Wochen Amerika. Ob ich denn schon aufgeregt sei, fragen die meisten meiner Freunde, Verwandten und Bekannte. Aufgeregt?! Nein, eigentlich nicht wirklich. Schließlich sind es ja nur drei Wochen und nicht ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr.

Aber wenn es so wäre? Wenn ich meinen Koffer nicht nur für diese drei Wochen packen würde, die ich mit Schulchor und Bigband in den USA verbringe. Eigentlich kein schönes Gefühl! Mich von meiner Familie und meinen Freunden für so lange Zeit zu verabschieden, ein halbes Jahr oder länger nur über Telefon und Internet im Kontakt sein...?

Das wäre es vermutlich aber, was ich schon während meines Studiums zur Wirtschaftsingenieurin in Kauf nehmen müsste: Auslandsaufenthalte sind im Studienfach „Energie - und Umweltmanagement" Pflicht, genauso sieht es bei den regenerativen Energien aus. Und wie man mir bei meinem Praktikum bei einem Windenergieunternehmen unmissverständlich zu verstehen gab, sind von den meisten, zumeist ja auch international agierenden Firmen Auslandsaufenthalte gerade von jungen Ingenieuren sehr erwünscht. Natürlich, es ist mein Traumberuf, aber ist der Preis von vermutlich mehreren, langen Abschieden nicht doch zu hoch? Aber darüber will ich jetzt lieber nicht nachgrübeln. Nun heißt es erst einmal Kofferpacken und dann geht's ab nach Amerika - wenn auch nur für drei Wochen!

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