interaktiv

Zukunft Ingenieurin?

Auf zur munteren Diskussionsrunde!

Autor:
Janine

Rubrik:
orientieren

23.01.2009

Häufig sehe ich erstaunte Blicke, wenn ich irgendwo mein Testatheft vorlege, denn an unserer Schule werden die Fächer, Halbjahresthemen und vor allem auch die Noten noch mit der Hand eingetragen. Das Besondere daran: Für uns ist es am Tag der Zeugnisausgabe keine Überraschung mehr, welche Note in welchem Fach steht.

Ungefähr eine Woche vor der Tutorstunde beginnt jeder Lehrer mit dem Testieren. Die Note wird mit dem Schüler besprochen und anschließend in seinem Beisein gleich in das Zeugnis eingetragen. Meiner Meinung nach ist das die beste Vorgehensweise, die es geben kann. Wie oft habe ich mich schließlich schon geärgert, weil ich die Notengebung eines Lehrers nicht nachvollziehen konnte. Und wie oft hab ich mir ein klärendes Gespräch mit einem meiner Lehrer gewünscht, bevor die Note schwarz auf weiß und unabänderlich auf dem Papier stand.

Sicherlich könnte man argumentieren, dass es unfair sei, wenn der eine oder andere, der echtes Diskussionstalent besitzt, dadurch doch noch ein, zwei Punkte besser wird, als eigentlich verdient. Dennoch hat dieses System auch etwas mit Fairness zu tun. Es fordert sowohl vom Schüler als auch vom Lehrer die Fähigkeit, mündliche und schriftliche Mitarbeiten korrekt einzuschätzen und gegebenenfalls sachlich über abweichende Meinungen zu diskutieren - und ist dies nicht gerade eine der Fähigkeiten, die man spätestens mit dem Abitur erworben haben sollte?

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