interaktiv

Meine Abschlussarbeit

Was soll jetzt noch schiefgehen?

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

17.01.2019

Nachdem ich die Datenerhebung für meine Masterarbeit beendet hatte, konnte ich mich auf den gemütlicheren Teil im Labor und vor dem Schreibtisch freuen. Mein Betreuer war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr an meiner Uni tätig und ich war relativ frei in der Gestaltung meines Arbeitstags. Weil ich aber immer noch knapp eineinhalb Stunden von der Uni und damit auch vom Labor entfernt wohnte, war es stressig, die viele Nacharbeit fertigzustellen. Ich hatte geglaubt, das Schlimmste überstanden zu haben, und keine Ahnung, welche Mühen noch auf mich zukommen würden. Ich will das Ganze etwas abkürzen und das darauffolgende halbe Jahr in Zahlen Revue passieren lassen:

Pflanzen, die ich für die Masterarbeit bestimmt habe: 584
Neu eingerichtete Arbeitsplätze: 4
Masterarbeitsbetreuer insgesamt: 5
Aufgeführte Literatureinträge für die Masterarbeit: 74
Krankenhausaufenthalte nach Laborunglück: 4
Krankenwageneinsätze: 1
Anzahl der Ärzte, die mich in 14 Tagen untersuchten: 15
Verlängerung der Abgabefrist wegen Krankheit: 6 Wochen
Wohnortwechsel: 1
Abgegebene Masterarbeiten: 1

Ich glaube das vergangene Jahr war das bizarrste, das ich bis jetzt erlebt habe. Ich war so oft an dem Punkt, aufgeben zu wollen, denn vieles lief gründlich daneben. Am Ende meines Studiums wollte ich nur noch raus aus diesem verrückten Karussell, das sich Uni nennt. Aber es kam der Tag, an dem ich meine Masterarbeit abgeben konnte. Komplett ausgebrannt zwar, aber ich hatte es geschafft.
Zum Abgabezeitpunkt wusste ich allerdings nicht, ob ich die Arbeit und damit das Masterstudium bestanden hatte. Es folgten knapp sechs Monate der Unsicherheit.
Eine letzte Zahl möchte ich euch noch nennen: 1,3. Das ist die Note, mit der meine Masterarbeit beurteilt wurde. Ich konnte es kaum fassen, und kann nun etwas versöhnter auf mein Studium zurückblicken.

 

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