interaktiv

Meine Abschlussarbeit

Was für ein Stress!

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

17.05.2017

Der Startschuss für meine Masterarbeit ist gefallen: Am vergangenen Samstag bin ich voll bepackt mit überwiegend überflüssigem Material auf meine erste Aufnahmefläche gestapft. In Begleitung meines betreuenden Professors habe ich eine Fläche von 100 Quadratmetern abgesteckt und akribisch alles erfasst, was dort so wächst und gedeiht. Es war ein schöner Tag und ich war am Abend trotz erheblicher Rückenschmerzen super froh, dass alles so harmonisch ablief. Denn die Tage zuvor war ich sehr gestresst und bin ich bei den wiederholten Fragen von Kommilitonen, ob ich meine Masterarbeit denn wirklich bei einem Betreuer schreiben will, der de facto nicht mehr an der Uni in Bayreuth ist, zum ersten Mal ernsthaft ins Grübeln gekommen.
Meiner Erfahrung nach haben Professoren manchmal wenig Verständnis für die Verfassung oder auch Limitierungen ihrer Studierenden. So wollte mein Professor, dass ich kartografische Unterschiede, die sich aufgrund von alten und neuen Karten ergeben, entschlüssele und erkläre – eine an sich relevante Frage und ich hatte ja auch Übungen für Geoinformationssysteme besucht, bin aber leider keine Geodäsieexpertin geworden. Soll heißen, er konnte mir nur sagen, welches Ergebnis er haben wolle und ob meines stimmt. Wie ich dort hinkomme, sollte ich selbst herausfinden. Ich bin an dieser Aufgabe verzweifelt, weil ich irgendwann nicht mehr verstand, wo das Problem lag und ich scheinbar nicht erklären konnte, was mir die Geodätin der Uni in ihrer Sprechstunde versucht hatte klar zu machen. Kurzum, es war ein riesengroßes Chaos rund um die Frage, wo sich die Orte, die ich für meine Masterarbeit in der Landschaft ansteuern werde, überhaupt befinden. Das war alles sehr stressig und unangenehm.
Irgendwie haben sich mein Betreuer und ich dann aber doch einigen können, wo auf der Karte wir uns gerade befanden und dass dieser Punkt mit dem Fleckchen Erde übereinstimmt, auf dem wir standen.

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