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Meine Abschlussarbeit

Immer dieses Kranksein!

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

30.05.2017

Der Mensch ist gebrechlich und fehlbar. Früher oder später müssen wir alle unsere Wehwehchen pflegen und einsehen, dass man nicht immer voll leistungsfähig ist. Aber muss ich denn mit 26 Jahren, in der Blüte meines Lebens, ständig krank sein?
Ich hatte mich vermutlich bei einer Kommilitonin angesteckt. „Da übernachte ich ein einziges Mal nach einem netten Abend nicht im gewohnten Bettchen und werde prompt krank“, dachte ich mir. Ich lag also mit Halsschmerzen des Todes darnieder und musste hinnehmen, dass mit meiner Masterarbeit nichts voranging.
Nach fünf Tagen war ich zuversichtlich, den Infekt ohne Antibiotika bis Tag 7 wieder unter Kontrolle zu haben. Tag 7 kam, aber der Husten wollte noch nicht so ganz verschwinden. In der Nacht zu Tag 8 musste ich befürchten, an den Hustenanfällen zu sterben. Die nächste Woche hab ich dann doch mit Antibiotika bestritten.
Es nervt mich, krank zu sein, und ich überlege mir dann immer, ob ich irgendetwas falsch gemacht habe – mich falsch ernährt, zu wenig geschlafen oder nicht warm genug angezogen. Vermutlich muss ich mich selbst in meinen jungen Jahren damit abfinden, auch mal krank zu werden. Meistens laufen die Dinge eben nicht nach Plan, aber deswegen auch nicht zwingend schlechter.
Mittlerweile hüstele ich auch nur noch etwas und habe für die vor mir liegende Woche viele Pläne geschmiedet. Doch dann das: Gestern Abend, als ich in Gedanken schon bei den Aufgaben des nächsten Tages war, ist mir beim Zähne Reinigen mit der Zahnseide ein ordentlicher Brocken meines Backenzahnes entgegen gekommen. Der Mensch ist zerbrechlich und mit dem Zahn bröckelten meine Pläne für den nächsten Tag dahin. Von meinen Nerven ganz zu schweigen. Warum ich?
So hat nun mal jeder sein Zipperlein.

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