interaktiv

Auszeit vom Studium

Backpacker

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

08.03.2018

Bei unserem Start in Thailand klappte nichts so, wie wir es geplant hatten, doch es funktionierte eben doch irgendwie. Und das Durcheinander bescherte uns wahrscheinlich Situationen, die wir sonst verpasst hätten. Wir lernten zum Beispiel Jenny und Phillip aus Deutschland und Andreas aus Schweden kennen, mit denen wir unsere ersten Tage in Thailand verbrachten, etliche Ruinen anschauten und uns gegenseitig zu Aktivitäten inspirierten. Gemeinsam machten wir uns mit dem Zug nach Chiang Mai im Norden auf. Jenny und Philip waren zunächst am Ticketkauf verzweifelt. Wir rieten ihnen daraufhin, einfach zum Bahnhof zu gehen und nachzufragen - das war jedenfalls in Nepal bei den Bussen immer möglich gewesen. Und siehe da: Es klappte!
Interessant fand ich insbesondere die Geschichten unserer Mitreisenden, wie sie nach Thailand kamen. Jenny ist knappe 30 Jahre alt, Sachbearbeiterin in einer Ausländerbehörde und nahm mehr als die Hälfte ihres Jahresurlaubes, um vier Wochen in Thailand und Laos zu verbringen. Sie ist zum ersten Mal in Südostasien. Phillip dagegen hat fast doppelt so lange Zeit, da er sich zwei Monate unbezahlten Urlaub von seinem Beruf als Informatiker genommen hat. Er startete in Malaysia und möchte sich bis in den Norden von Laos durchschlagen. Zuletzt war da Andreas, der normalerweise in Stockholm studiert, aber für ein Jahr in Singapur lebt und über Weihnachten und Silvester Thailands Hauptstadt Bangkok sowie Chiang Mai sehen und erleben wollte.
So waren wir bereits ab dem ersten Tag froh, dass nichts so kommt, wie wir es planten. Es sind aneinandergereihte Zufälle, die das Reisen spannend machen. Aufgeregt schliefen Julia und ich an diesem Abend im Schlafsaal ein, denn wir wussten, dass diese Reise unvergesslich werden wird.

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