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Porträt einmal anders (Teil 3 von 3)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

26.10.2009

Es war ein interessanter und höchst anregender Nachmittag. Und wie das bei solchen Reportagen wahrscheinlich immer der Fall ist, hatten wir im Anschluss daran viel zu viel Text- und Bildmaterial.

Ich nahm die Gelegenheit war, ein Probe-Porträt zu schreiben. Stundenlang saß ich da und verfasste Textpassagen, die ich später umschreiben, kürzen oder wieder löschen musste. Es ist nicht leicht, die wichtigsten Inhalte aus einem Interview herauszufiltern. Und es tut weh, wenn man so hart aussortieren muss. Vieles, das den Lesern vielleicht gefallen hätte, kann nicht verwendet werden, denn in Zeitschriften ist in der Regel eine feste Länge für die Beiträge vorgesehen. So funktioniert journalistische Arbeit eben. Und ich als Übungs-Redakteurin musste versuchen, ein möglichst umfassendes Bild von Tilman Röhrig zu zeichnen. Dazu gehörte, nicht nur das einzufangen, wovon er uns erzählt hatte, sondern auch die Atmosphäre und die Umgebung, in der wir dem Schriftsteller begegnet waren. Schließlich macht das Alles seine Persönlichkeit aus.

Am Ende habe ich mich ganz gut geschlagen. Die Redakteurin, die für das Porträt zuständig war, setzte ein paar andere Akzente als in meiner Version. Aber im Großen und Ganzen gab es nur Kleinigkeiten, die ihr an meinem Text nicht gefielen. Manches von dem, was ich geschrieben hatte, fand sich später sogar in der Printausgabe des Börsenblattes wieder. Das freute mich und machte mich ein wenig stolz und verlegen. Vor allem aber: Ich hatte Spaß bei dieser Arbeit!

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