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Barrierefrei studieren?

Geht nicht, gibt's nicht!

Während meines Praktikums in Frankfurt versuchten wir, das technische Problem mit dem Content-Management-System (CMS) so gut wie möglich zu umgehen. Konkret bedeutete das, dass ich kleine Meldungen für das Börsenblatt schrieb, obwohl ich nicht mit dem redaktionsinternen Content-Management-System arbeiten konnte. Ich erhielt stattdessen eine Vorgabe zum Umfang, 400 Zeichen beispielsweise. Auf dieser Grundlage verfasste ich die Meldung. Dann ging ich mit dem Text zu dem Redakteur, der mir die Aufgabe gegeben hatte, und er fügte ihn über das CMS an der dafür vorgesehenen Stelle ein.

Als Nächstes wurde die Länge meiner Meldung so angepasst, dass sie mit dem entsprechenden Feld übereinstimmte. Denn das mit den 400 Zeichen war natürlich nur ein ungefährer Richtwert. Je nach Wortwahl und Zeilenumbruch gab es tatsächlich manchmal nur Platz für 380 oder weniger, manchmal aber auch für 420 Anschläge.

Also wurde die Meldung umgeschrieben. In den meisten Fällen bedeutete das, dass der zuständige Redakteur und ich sie kürzen mussten, Wort für Wort, Silbe für Silbe. Gemeinsam sprachen wir den Text so lange durch, bis der Platz, der dafür zur Verfügung stand, optimal ausgeschöpft war.

In dieser Zeit hätte der Redakteur den Artikel vielleicht längst selbst geschrieben, immerhin sind die Augen der Journalisten in solchen Raum-Fragen geübt. Und so wäre eine sehende Praktikantin garantiert die größere Hilfe gewesen, wenn ich auch sicherlich ebenfalls meinen Teil zum Entstehen einzelner Meldungen beitragen konnte.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Nov 27, 2009
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Nov 27, 2009

Barrierefrei studieren?

Geht nicht, gibt's nicht?

Sowohl in der abi>> Redaktion als auch beim Börsenblatt habe ich viel Zeit damit verbracht, kurze Meldungen zu verfassen. Für abi >> schrieb ich News und auch für das Börsenblatt machte ich aus Pressemitteilungen, die per Mail an die Redaktion geschickt worden waren, Online-Meldungen. Ein paar kurze Nachrichten für die Printausgabe durfte ich ebenfalls schreiben.

Allerdings bin ich aufgrund der Sehbehinderung hier schnell an meine Grenzen gestoßen. Denn die Börsenblatt-Redaktion arbeitet mit einem Content Management System, das ein Blinder nicht bedienen kann. Der Redakteur, der es aufruft, sieht auf dem Bildschirm eine Seite vor sich, die aufgeteilt ist wie die entsprechende Seite der Zeitschrift. Für jeden Artikel ist ein bestimmtes Feld vorgesehen. Oben links oder unten rechts. So oder so groß. Und auf dieser Grundlage kann der Redakteur die Länge seines Textes dem Platz, der dafür zur Verfügung steht, genau anpassen. Er tippt die Buchstaben gewissermaßen so in die Tastatur, als würde er sie direkt an die jeweilige Stelle des Heftes schreiben.

Natürlich ist das praktisch. Aber für mich, wie gesagt, undurchführbar. Und auf gewisse Weise stimmt mich das sehr nachdenklich. Angenommen, ich bewerbe mich einmal um eine ganz bestimmte Stelle. Und weiter angenommen, ich würde eine Zusage für den Platz erhalten, wenn da nicht eine größere, technische Hürde wäre ...

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Nov 10, 2009
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Nov 10, 2009

Barrierefrei studieren?

Porträt einmal anders (Teil 3 von 3)

Es war ein interessanter und höchst anregender Nachmittag. Und wie das bei solchen Reportagen wahrscheinlich immer der Fall ist, hatten wir im Anschluss daran viel zu viel Text- und Bildmaterial.

Ich nahm die Gelegenheit war, ein Probe-Porträt zu schreiben. Stundenlang saß ich da und verfasste Textpassagen, die ich später umschreiben, kürzen oder wieder löschen musste. Es ist nicht leicht, die wichtigsten Inhalte aus einem Interview herauszufiltern. Und es tut weh, wenn man so hart aussortieren muss. Vieles, das den Lesern vielleicht gefallen hätte, kann nicht verwendet werden, denn in Zeitschriften ist in der Regel eine feste Länge für die Beiträge vorgesehen. So funktioniert journalistische Arbeit eben. Und ich als Übungs-Redakteurin musste versuchen, ein möglichst umfassendes Bild von Tilman Röhrig zu zeichnen. Dazu gehörte, nicht nur das einzufangen, wovon er uns erzählt hatte, sondern auch die Atmosphäre und die Umgebung, in der wir dem Schriftsteller begegnet waren. Schließlich macht das Alles seine Persönlichkeit aus.

Am Ende habe ich mich ganz gut geschlagen. Die Redakteurin, die für das Porträt zuständig war, setzte ein paar andere Akzente als in meiner Version. Aber im Großen und Ganzen gab es nur Kleinigkeiten, die ihr an meinem Text nicht gefielen. Manches von dem, was ich geschrieben hatte, fand sich später sogar in der Printausgabe des Börsenblattes wieder. Das freute mich und machte mich ein wenig stolz und verlegen. Vor allem aber: Ich hatte Spaß bei dieser Arbeit!

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Oct 26, 2009
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Oct 26, 2009