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Geht nicht, gibt's nicht!

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

27.11.2009

Während meines Praktikums in Frankfurt versuchten wir, das technische Problem mit dem Content-Management-System (CMS) so gut wie möglich zu umgehen. Konkret bedeutete das, dass ich kleine Meldungen für das Börsenblatt schrieb, obwohl ich nicht mit dem redaktionsinternen Content-Management-System arbeiten konnte. Ich erhielt stattdessen eine Vorgabe zum Umfang, 400 Zeichen beispielsweise. Auf dieser Grundlage verfasste ich die Meldung. Dann ging ich mit dem Text zu dem Redakteur, der mir die Aufgabe gegeben hatte, und er fügte ihn über das CMS an der dafür vorgesehenen Stelle ein.

Als Nächstes wurde die Länge meiner Meldung so angepasst, dass sie mit dem entsprechenden Feld übereinstimmte. Denn das mit den 400 Zeichen war natürlich nur ein ungefährer Richtwert. Je nach Wortwahl und Zeilenumbruch gab es tatsächlich manchmal nur Platz für 380 oder weniger, manchmal aber auch für 420 Anschläge.

Also wurde die Meldung umgeschrieben. In den meisten Fällen bedeutete das, dass der zuständige Redakteur und ich sie kürzen mussten, Wort für Wort, Silbe für Silbe. Gemeinsam sprachen wir den Text so lange durch, bis der Platz, der dafür zur Verfügung stand, optimal ausgeschöpft war.

In dieser Zeit hätte der Redakteur den Artikel vielleicht längst selbst geschrieben, immerhin sind die Augen der Journalisten in solchen Raum-Fragen geübt. Und so wäre eine sehende Praktikantin garantiert die größere Hilfe gewesen, wenn ich auch sicherlich ebenfalls meinen Teil zum Entstehen einzelner Meldungen beitragen konnte.

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