interaktiv

Barrierefrei studieren?

Berufsbild Blind

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

12.03.2008

Ich jammere zu viel und sehe in diesem Blog immer alles negativ? Mag sein, aber dieses Bild entsteht dadurch, dass die Vorteile eines Studiums mit Behinderung nun einmal geringer sind als die zusätzlichen Herausforderungen (ich sage bewusst nicht "Nachteile"). Hand aufs Herz, wie viele Vorteile für blinde Studierende fallen euch ein?

Es macht mich dennoch froh, dass ich nun genau das studiere, was mir gefällt. Jedoch lässt sich das nur mit hoher Eigeninitiative verwirklichen, was zwar zu bedauern, aber verständlich ist, wenn man sich überlegt, wie viele Blinde es in Deutschland gibt und wie viele blinde Studierende.

Einige Blinde finden eine Anstellung in einer Behindertenwerkstatt. Etliche werden Telefonist, Schreibkraft im Büro oder Masseur/Physiotherapeut. Wieder andere Korbflechter, Helfer in einem hauswirtschaftlichen Betrieb oder Musiker/Musiklehrer/Klavierstimmer u. a. m.. Wenn man zur Berufsberatung geht oder auch zu einer Tagung, bei der Blinden-Berufe vorgestellt werden, liegen die Angebote in eben diesem Bereich. Erkundige ich mich nach etwas anderem, kann mir das Arbeitsamt, das darauf nicht vorbereitet ist, ebensowenig weiterhelfen wie der Blindenbund. Möchte man sich nicht in den Berufsrahmen pressen lassen, bleibt also fast nur Hilfe zur Selbsthilfe.

Daher beleuchtet mein Blog häufig die Herausforderungen: um klar zu machen, dass man besser vorher nichts beschönigt, damit man später ein böses Erwachen vermeidet.

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