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Barrierefrei studieren?

... und gelegentlich ein Stolperstein

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

05.10.2010

Meine Magisterarbeit zu schreiben hat mich in den letzten Wochen viel Zeit und Kraft gekostet. Jetzt bin ich zutiefst erschöpft. Denn wenn ich etwas mache, dann richtig! Ich arbeite äußerst gewissenhaft, ja akribisch. Aufgrund meiner Behinderung brauche ich zudem für alles länger. Das ist ein altes Lied – und doch wird es immer aktuell sein.

Überdies bleibe ich gelegentlich aber auch an einem Stolperstein hängen. So hatte ich eine Fernleih-Bestellung aufgegeben und das Buch wurde auch an die Erlanger Universitätsbibliothek gesendet. Dennoch habe ich bis heute nicht eine Zeile aus dieser Monographie gelesen. Denn die Frau hinter der Ausleihtheke erklärte mir, dass sie mir das Buch nicht mitgeben könnte. Einsicht nur im Lesesaal.

Ich überlegte kurz und entschied mich dann dagegen. Weil „im Lesesaal“ für mich bedeutet, dass ich mit einem Sehenden wiederkommen muss, der mir vorliest, was ich mit den Augen nicht erfassen kann. Und in diesem konkreten Fall erschien mir das zu umständlich.

Ein anderes Mal drückte ich meiner Scanassistentin ein Buch in die Hand und sagte ihr, welche Seiten sie übertragen sollte. Dass der Name der Datei, in der sie den Text bearbeitete, nicht mit dem Titel des Buches übereinstimmte, fiel ihr nicht auf. Und ich verpasste es, mich zu vergewissern, ob ich ihr das richtige Buch gegeben hatte. So hat sie am Ende zwar die gewünschten Seiten eingescannt, allerdings aus dem falschen Buch. Diese und ähnliche Dinge sind ärgerlich. Aber vor allem halten sie mich auf.

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