interaktiv

Barrierefrei studieren?

Orientierungslos (Teil 2 von 3)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

01.12.2010

Natürlich ist es kein allzu großes Problem, mich im Senatssaal zurechtzufinden. Andere Herausforderungen stellen mich da schon stärker auf die Probe, so zum Beispiel die Baustellen, von denen Erlangen geradezu übersäht ist. Denn sie legen auch die Buslinien lahm oder bewirken zumindest, dass sich manche Haltestellen verschieben, dass andere Haltestellen zwar noch angefahren werden, aber nur noch von Linien, die ich normalerweise nicht benutze, sodass ich später wieder irgendwo umsteigen muss ... kurz gesagt, entsteht ein kleines Chaos.

Dem kann man sich vielleicht am besten entziehen, indem man zu Fuß geht. Aber ich kenne längst nicht alle Wege. Beispielsweise habe ich mir nie zeigen lassen, wie ich von meiner Wohnung zum Studienzentrum Stinzingstraße komme. Warum auch, wenn es dorthin doch eine direkte Verbindung mit dem Bus gibt? Oder wenn sich anderenfalls ein Kommilitone findet, der zur gleichen Zeit den gleichen Weg zu nehmen hat wie ich?

So war es zu Beginn dieses Semesters. Zweimal sind wir zusammen gefahren. Vor der Lehrveranstaltung hin, danach wieder zurück. Und ich habe währenddessen versucht, mir das kurze Stück Weg einzuprägen, das neu für mich war – hin zur nächstgelegenen Bushaltestelle, von der aus wir ohne Umstieg zur Stinzingstraße gelangen können, die ich aber nie zuvor benutzt habe. In der dritten Woche war ich krank. Und in der vierten meine Kommilitonin. Sie schrieb mir eine Mail, um mich wissen zu lassen, dass sie diesmal nicht kommen würde.

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