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Barrierefrei studieren?

Nur noch mit festen Zeiten (Teil 2 von 2)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

14.01.2011

Doch andererseits, was hätte ich denn machen sollen? Ich war froh darüber, dass ich überhaupt eine Scanassistenz erhielt. Und dankbar dafür, dass es mit den Assistentinnen nie größere Schwierigkeiten gab. Vor allem war ich aber auch dumm. Dumm, so viel Flexibilität zuzulassen. Trafen wir uns zu einem Termin, vereinbarten wir den nächsten. So konnten wir auch auf beiderseitige private Interessen Rücksicht nehmen.

Insbesondere kam diese Verfahrensweise aber dadurch zustande, dass es nicht immer gleichermaßen viel einzuscannen gab. Manchmal nichts. Manchmal mehrere Bücher. Manchmal einige Seiten, die aber etliche Abbildungen enthielten. Und schlussendlich musste ich mich am jeweiligen Aufwand orientieren. Nur dass es dann eben auch sein konnte, dass die Assistentin sagte, sie könne, während ich ihre Unterstützung gerade dringend brauchte, aus diesem oder jenem persönlichen Grund gerade nicht kommen. Und hätte ich sie dann zwingen sollen? Ich wünschte mir doch, dass das Verhältnis zwischen uns nicht nur angenehm war, sondern es auch blieb. Denn nur so würde auch sie sich an anderen Tagen entgegenkommend zeigen und länger arbeiten, wenn es für mich wirklich wichtig war.

Letztlich glaube ich trotz allem, dass ich dieses Durcheinander grundsätzlich anders hätte lösen sollen: einen festen Termin pro Woche vereinbaren. Und diesen nur dann nicht einhalten, wenn nichts auf dem Schreibtisch lag, das meine Assistentin hätte einscannen müssen. Hinterher weiß man eben immer mehr.

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