interaktiv

Barrierefrei studieren?

Barriere im Netz

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

20.05.2008

Manche Papiere wie zum Beispiel eine Einladung zu einer Podiumsdiskussion standen im Bundestag nur als Brief oder Fax zur Verfügung und waren als Mail nicht zu erhalten. Wir versuchten einmal, ein solches Dokument einzuscannen. Das Ergebnis fiel negativ aus, weil der Scanner den Inhalt nicht als Text-, sondern als Bilddatei erfasste.

Für mein Praktikum war es nicht so wichtig, dass ich die Einladung auch selbst lesen konnte. Und im Berufsleben werde ich später eine angepasste Arbeitsplatzausstattung bekommen.

Aber wie ist das mit den Unterlagen, die im Internet für jeden frei zugänglich sind? Immer wieder stoße ich da auf Barrieren. Oft suche ich lange, bis ich einen geeigneten Text finde; nur um dann festzustellen, dass er mit einem Bildverarbeitungsprogramm erfasst worden ist und ich daher kein Wort lesen kann.

Häufig handelt es sich dabei um Verträge, die im kompletten Wortlaut im Web nur in dieser einen Fassung vorliegen. Auch betrifft es oftmals das Inhaltsverzeichnis oder die Einleitung zu einem Buch. Könnte ich sie lesen, wüsste ich bereits, ob das Buch für meine Arbeit geeignet ist. So aber geht die Suche, nachdem ich mich über den ersten kleinen Erfolg umsonst gefreut habe, wieder von vorne los. Und nicht selten gibt es kein zweites, positives Resultat.

Also frage ich einen Sehenden, ob er mir die Zeilen vorliest. Oder ich leihe mir drittens ein Buch aus, welches das Kapitel ebenfalls enthält und scanne es ein. Aber wie ich es auch mache, ich verliere dabei viel Zeit.

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