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Barrierefrei studieren?

Einen Virus, bitte!

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

23.05.2008

Wertvolle Zeit kostet es mich, für jedes Seminar einen dicken Reader einzuscannen. Das brachte eine Kommilitonin auf die Idee, dass der Copyshop dies doch für mich tun könnte. Ich ging also dort hin und erklärte, worum es sich handelte.

„Kein Problem, machen wir gerne."

Eine Woche später kam ich wieder, um die Texte abzuholen. Die Copyshop-Mitarbeiter hatten noch nicht einmal damit angefangen, sie zu übertragen. Also hieß es warten. Und dann zeigte sich, dass der Copyshop zwar ein PDF-Dokument erstellt hatte, jedoch mit einem Bildverarbeitungsprogramm. Und das, obwohl ich von Anfang an klar gemacht hatte, dass ich das nicht lesen konnte.

Ich betonte noch einmal, worauf es mir ankam und ging. Ein paar Tage später, als ich hoffte, den Reader endlich in einer Form zu bekommen, die ich auch nutzen konnte, lag nur wieder das gleiche Ergebnis vor.

Ich war genervt und verärgert. Anstatt mir zu helfen, produzierte der Copyshop nur Müll. Zwar verlangte er dafür nur wenig Geld, aber die Mitarbeiter machten mir noch ein anderes Geschenk. Sie speicherten die Daten auf meinen USB-Stick, auf dem sich danach ein Virus befand. Damit war das Maß voll. Als ich eine Mitarbeiterin darauf ansprach, beteuerte sie, von ihnen könne der Virus nicht kommen. Ich war da anderer Meinung. Daher fragte ich, wann sie sich denn zuletzt ein Update des Antivirenprogramms geholt hatten. Sie blieb mir die Antwort schuldig und ich mache seitdem immer einen größeren Bogen um diesen bedauernswerten Copyshop.

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