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Barrierefrei studieren?

Die kleinen Gemeinheiten meines Studiums

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

30.05.2008

Es zeigte sich, dass die Vorlesung "Grundlagen der empirischen Sozialforschung" auch leicht zu verstehen war, ohne die Abbildungen zu sehen. Der Professor beschrieb sie sehr anschaulich und nannte zudem zahlreiche Beispiele, die seine Aussagen schön verdeutlichten. Ich hatte mir also umsonst Sorgen gemacht, wie oder ob ich das schaffen würde. Im Gegenteil, bei der abschließenden Prüfung war ich sogar eine der Besten.

Aber das Problem, dass ich vor einem Powerpoint-Dokument stehe und nichts davon lesen kann, ist natürlich nicht einmalig. Und ich spüre deutlich den Nachteil, den ich habe, wenn bei dem Vortrag eines Dozenten oder Kommilitonen wichtige Informationen an die Wand geworfen werden. Alle anderen können diese einfach abschreiben. Ich bin hingegen darauf angewiesen, dass alles auch angesprochen und erläutert wird. Denn woher sollte ich auch wissen, dass da noch mehr steht, wenn es keiner sagt?

Manchmal befürchte ich, dass mir auf diese Weise wichtige Informationen verloren gehen. Denn es ist schließlich auch möglich, dass die Dozenten einfach einmal vergessen, das eine oder andere zu erwähnen. Im Zweifelsfall kann es ohnehin jeder sehen - außer mir.

Wenn andererseits jemand anfängt einen Text, der für die anderen gut sichtbar ist, nur vorzulesen, habe ich ebenfalls keine Chance ihn abzutippen. Denn logischerweise lesen die Leute viel schneller als ich schreiben kann.

Das sind die kleinen Gemeinheiten; die kleinen Ungerechtigkeiten, die ich eben so hinnehmen muss.

 

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