interaktiv

Barrierfrei studieren?

Losgelöst

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

15.07.2008

Im Großen und Ganzen schaffe ich es, mich in der Uni zu orientieren. Aber wie ist das bei Exkursionen? Sobald ich in eine Umgebung komme, die ich nicht kenne, bin ich auf Hilfe angewiesen. Mich in einer fremden Stadt alleine zurechtzufinden, wäre zwar irgendwie auch möglich, aber das würde, z.B. wenn ich mich immer weiter durchfragen müsste, viel zu lange dauern.

Ich habe eine Woche mit Kommilitonen in Stuttgart verbracht, wo wir verschiedene Verlage besuchten. Dozenten waren keine dabei und ich kannte niemanden aus der Gruppe. Eine solche Situation verunsichert mich jedes Mal aufs Neue. Aber wer nicht wagt, verliert. Und in diesem Fall habe ich gewonnen. Es war eine tolle Reise. Die anderen behielten mich immer gut im Auge. Ich hätte mir also keine Gedanken machen müssen. Nachdem wir aber von der Exkursion zurückgekehrt waren, veränderte sich das Bild wieder. Es schien beinahe, als hätte es die Woche in Stuttgart nie gegeben.

Mit einem Mädchen, das dabei war, hatte ich mich währenddessen sehr gut verstanden. Sie hatte sich auch viel um mich gekümmert, aber es kam mir nie so vor, als würde sie das deswegen tun, weil es ja getan werden musste. Dennoch hat sie mich seitdem nie mehr in der Uni angesprochen. Und dass sie mich dort nicht ein einziges Mal gesehen hat, kann ich mir nicht vorstellen. Solche Erfahrungen sind bitter. Und sie stellen mich vor der nächsten Exkursion sicherlich wieder vor die Frage, ob ich nicht besser zu Hause bleibe.

 

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