interaktiv

Barrierfrei studieren?

Zwischenprüfung ein bisschen anders

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

24.07.2008

Anstatt mich nun noch tiefer in den sozialen Kontakten, die ja nur der Hintergrund meines Studium sind, zu verlieren, möchte ich zu den wesentlichen Aspekten eines Studiums mit Behinderung zurückkehren. Einer davon ist die Organisation einer schriftlichen Zwischenprüfung, die vor kurzem auf dem Plan stand.  Über die technischen Umstände, die für meine Dozenten und mich mit so etwas verbunden sind, habe ich bereits geschrieben.

Auch diesmal bot mir der Professor an, die Prüfung mündlich abzulegen. Aber diesmal wollte ich das nicht. Es war mir wichtig, für alle gleiche Bedingungen zu schaffen und außerdem kann man sich bei einer schriftlichen Prüfung, bei der man Essays verfassen soll, einfach länger Gedanken über die Antwort selbst und die Struktur der Antwort machen. In einer mündlichen Prüfung sagt man spontan irgendetwas dazu, während man in einer schriftlichen jederzeit wieder löschen kann, was man einmal in die Tasten getippt hat.

Um es kurz zu machen: Mit Hilfe des Behindertenbeauftragten der Universität war schnell eine Lösung gefunden. Das Institut für Politikwissenschaft organisierte ein Programm, das direkt vor der Prüfung auf meinen Laptop installiert wurde. Dieses Programm dokumentiert, wann auf welche Dokumente zugegriffen wird. So war sichergestellt, dass ich nicht spicken konnte, obwohl alle Informationen auf meiner Festplatte gespeichert sind.

Dummerweise kam es dann aber doch noch zu ein paar kleineren Problemen. So wurde z.B. der Text der Prüfungsfragen auf meiner Braillezeile nicht angezeigt, weshalb ich sie mir noch einmal diktieren lassen musste. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit dieser Lösung doch gut gefahren.

 

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