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Klausuren verstehen

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

05.08.2008

Manchmal sind bei Klausuren auch die Fragen selbst ein Problem. Eine Frage, die man vor sich sieht, versteht man sicherlich leichter als wenn man sie nur hört. Vor allem dann, wenn sie aus mehreren Sätzen besteht, zu denen viele Nebensätze, Einschübe in Gedankenstrichen unter anderem gehören.

Einmal hatte ich eine eigentlich schriftlich abzulegende Klausur zu einer Vorlesung zu bearbeiten, die sich zwei Dozenten geteilt hatten. Entsprechend stellte anschließend jeder die Fragen zu den Themen seiner Sitzungen. Das Amüsante daran war, dass die beiden mich gemeinsam prüften. Während die Fragen des einen Dozenten klar und präzise gestellt waren, so dass man sofort verstand, worum es ging, bereiteten mir die des Professors Schwierigkeiten. Zumal dieser die Angewohnheit hat, Dinge, die man auch einfach sagen kann, umständlich und kompliziert auszudrücken. Da bekommt auch jeder, der die Fragen vor sich liegen hat und lesen kann, Schwierigkeiten herauszufinden, wie sie gemeint sind.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Situation war anstrengend und belehrend. Der Professor musste mir seine chaotischen Fragen nicht nur zweimal, sondern immer wieder vorlesen. Und neben ihm saß sein Kollege, der mir seine Fragen in der Regel nur einmal vorzulesen brauchte. Obwohl es sich um eine Prüfung handelte, fand ich diese Situation auch unterhaltsam.

Es war allerdings auch nicht die letzte Klausur bei diesem Professor und die zweite wurde, was die Formulierung der Fragen betrifft, nicht besser als die erste.

 

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