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Barrierefrei studieren?

Erfolglos auf der Suche

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

15.09.2008

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich ein Unternehmen vorgestellt, welches mir umfangreiche und gute Leistungen bot. Der Haken an der Sache war allerdings, dass ich diese nur dann bekommen konnte, wenn ich dafür bezahlte; und ich musste nicht wenig bezahlen. Vor dem Hintergrund, dass ich keinen Cent davon gegenfinanziert bekam, verärgerte es mich umso mehr, wie die Scanhilfe arbeitete. Von Woche zu Woche wurde der Stapel an Literatur, den sie für mich lesbar machen sollte, nicht kleiner, sondern größer. Sie schaffte - ich hatte schon damals diesen Eindruck und wenn ich ihre Resultate mit denen späterer Scanhilfen vergleiche, bestätigt er sich - ungewöhnlich wenige Seiten an einem Abend. Noch dazu waren diese dann oftmals nur mäßig Korrektur gelesen, ja manchmal sogar so fehlerhaft, als hätte ein Blinder, der den Text auf dem Bildschirm nicht mit dem im Buch vergleichen kann, die Literatur eingescannt.

Ich hatte persönlich nichts gegen diese Studentin, aber ich hatte doch erwartet, dass sie schneller und besser arbeiten würde. Computer waren nicht ihre Welt. Und so entschied ich schließlich, auch wegen meines dünner werdenden Geldbeutels, den Vertrag mit ihr zu beenden. Keiner nahm mir das übel. Nur musste ich jetzt wieder von vorne anfangen. Oder aber die Semesterferien nutzen, um selbst alles einzuscannen, was an Pflicht- und sonstiger Lektüre anfiel. Das sparte mir zwar eine Menge Kosten, war aber, wie sich schon bald zeigte, auch keine befriedigende Lösung.

 

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