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Barrierefrei studieren?

Meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

25.11.2008

Ich war neugierig, als ich mein Buchwissenschafts-Studium begonnen habe. Und ich bin es noch immer, wenn ich auch inzwischen vieles über die Buchbranche erfahren und auch in anderen Teilgebieten eine Menge dazulernen konnte. Eine zentrale Frage bleibt offen: Wo kann ich später Arbeit finden?

In den ersten beiden Semestern gewann ich zunehmend die Überzeugung, dass ich nach meinem Studium wahrscheinlich lange nach einer geeigneten Stelle suchen muss. Und warum? Weil es bei vielen Institutionen der Buchwirtschaft von entscheidendem Vorteil ist, nicht blind zu sein.

So kann ich niemals in der Herstellungsabteilung eines Verlages arbeiten. Das wäre, als würde ich danach streben, Maler zu werden. Ausgeschlossen! Aus dem gleichen Grund ist es für mich auch unmöglich, die Kunden einer Buchhandlung zu beraten.

Das sind nun bloß zwei Beispiele von mehreren, wie sich auch zum Thema Mobilität einige nennen ließen: Ich kann kein Verlagsvertreter werden, weil es mir schwer fällt, von Stadt zu Stadt zu reisen. Noch schwieriger ist es dann, mich in einer fremden Umgebung zu orientieren. Ganz abgesehen davon, dass ich mir die Cover der Bücher, die ich den Bucheinzelhandlungen ans Herz legen möchte, ja selbst nicht anschauen kann, und auch nicht die verschiedenen Verlagsvorschauen.

Das alles sind nur Beispiele, willkürlich und oberflächlich herausgegriffen. Es gibt etliche Bereiche, die sich interessant anhören, in denen ich aber schon alleine wegen meiner Sehbehinderung nur scheitern kann.

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