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Was tun nach dem Abi?

Tanz in den Mai - zwischen Geldscheinen und Partygläsern (Teil 3)

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
orientieren

12.05.2009

Ich hatte den Weg über die Tanzfläche zum Gast also heil überstanden. Das Schlimmste, was mir hätte passieren können, wäre eine ausschweifende Tanzeinlage eines gut gestimmten Gastes gewesen, die mir mein Tablett aus den Händen und die Getränke ins Nirwana gerissen hätte. Wer hätte gedacht, dass ich mich aber dennoch am Ziel blamieren würde? Ich jedenfalls nicht. Zumindest hatte ich es gehofft, aber „Herr Pechvogel" wollte wohl noch ein wenig länger bei mir residieren: Dummerweise stellte ich das Tablett nur halb auf den Tisch und begann damit, die Getränke, die auf der sicheren „Tischfläche" standen, an die Gäste zu verteilen. Natürlich dachte ich nicht daran, das Tablett währenddessen festzuhalten, und es kam, wie es kommen musste: Die Getränke, die auf der „luftigen" Tablettseite standen, segelten samt Tablett zu Boden. Zwar ging nichts zu Bruch, aber meine Hose und meine Schuhe durften sich in einem Wodka-Lemon-Gemisch aalen. Volltreffer! Ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen, wie peinlich mir das alles war!

Nachdem ich den Boden gewischt, dem Gast ein neues Getränk gebracht und mich tausendmal entschuldigt hatte, lächelte mir derselbe nur freundlich zu: „Das ist ja nicht so schlimm!" Als „Trostpflaster" gab er mir ein Extrasümmchen Trinkgeld. Am liebsten wäre ich ihm um den Hals gefallen. Heutzutage so nette Menschen zu treffen ist leider keine Häufigkeit.

Mein Fazit: Kellnern will gelernt sein, und ich weiß mit ziemlicher Sicherheit, wo man mich berufstechnisch NICHT antreffen wird...

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