interaktiv

Was tun nach dem Abi?

Hawaiihemden vs. Strahlenanzüge

Autor:
Manuel

Rubrik:
auszeit nach dem abi

22.03.2011

Tagsüber läuft der Fernseher. Das macht er sonst nie bei uns. Erdbeben, Tsunami, Super-GAU. Die Bilder zeigen Menschen, die gefasst mit den Erschütterungen umgehen. Die Bilder treffen einen erst recht, wenn man dort jemanden kennt und diese Szenen scheinen dann plötzlich gar nicht mehr so fern. So musste ich gleich mal via Facebook checken wie es einer Bekannten ging - ob bei ihr alles klar sei.

Ein paar tausend Kilometer weiter kam nur noch eine kleinere Welle an. In Hawaii hat man keine Atomkraftwerke, aber ist von Ölimporten abhängig. Dort, wo auf zehn Meter hohen Wellen geritten, die Surferfrisur vom Wind getragen und von der Sonne ausgebleicht wird, behauptet die Atomlobby trotzdem, dass man mit Nuklearenergie tausende Jobs schaffen könnte. Wieso ich darüber schreibe? Weil ich vergangene Woche noch im Flimmerkasten, wo jetzt Schreckensnachrichten laufen und Menschen in Strahlenanzügen zu sehen sind, einen deutschen Auswanderer in Hawaii gesehen habe. Er hat das Ziel Hawaiis erklärt, die sich bis 2030 oder 2040 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgen wollen. Davon kann man doch träumen: Gutes Wetter, saubere Strände und saubere Energie. Robinson Crusoe würde sich freuen und hoffen, dass der Wind keine Strahlung hierher trägt.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.