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Was tun nach dem Abi?

Das Visumsdilemma

Autor:
Manuel

Rubrik:
orientieren

13.06.2011

Der frühe Vogel fängt den Wurm, wieso also auch nicht das Visum? Schließlich begleitete ich Maks schon um acht Uhr morgens zum Hauptbahnhof. Die Agentur, die die Visums-Anträge bearbeitet, macht erst um 9.30 Uhr auf, also war ich guter Dinge.

Bis ich allerdings ein Inernetcafe bzw. einen Copyshop gefunden hatte verging nochmal eine Stunde. Um mir ein Tagesticket zu sparen, dachte ich, laufe ich um die Ecke vom Odeonsplatz. Ich hatte die Kopien meiner vorherigen Visa und meines Reisepasses, den Reisepass selbst und Passfotos dabei. Als ich dann das Visumsformular in der Hand hielt, fiel mir wieder ein, was ich ganz vergesse hatte: Eine Adresse für den Notfall in Indien. Klar hatte ich meinen Austauschschüler schon, aber keine Adresse von ihm dabei. Also rief ich sofort meinen Bruder an, doch selbst nach halbstündigem Suchen, fand er die Info nicht. Also zurück ins Internetcafe, in den Mails gesucht und Adresse gefunden. Tagesticket gekauft, zum Application Center gefahren und Visum ausgefüllt. Bei meinem zweiten Besuch hier war es nun schon 11.30 Uhr. Und das war das Maleur. Der Antrag war vollständig, konnte aber am selben Tag nicht mehr herausgegeben werden, weil ich eine Stunde zu spät dran war. Noch eine Nacht in München kam zeitlich nicht in Frage.

Also musste ich einen Briefumschlag besorgen. Die nächste Postfiliale war zehn Minuten zu Fuß entfernt. Als ich zurück war, musste ich feststellen, dass mir noch die Frankierung fehlte. Also nochmal los. Der Briefmarkenautomat um die Ecke war defekt, also musst ich noch einmal zu der Filiale laufen. Beim vierten Besuch war's dann echt genug für mich und ich freute mich, den Heimweg mit der Bummelbahn antreten zu können. Trotz aller Aufregung und Sorgen kam der Reisepass samt Visum am Samstag ins Haus geflattert.

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