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Was tun nach dem Abi?

35 Bäume in Batu Puteh

Durch den Dschungel stapfen, sich mit Moskitos plagen und mit der Kelle Wasser schöpfen, statt fließend Wasser zu haben. Nicht gerade jedermanns Traum, aber ich genoss meine zwei Tage in Batuh Puteh, die ich als Volunteer des Mescot Kopel Homestay Programms dort verbrachte. Zusammen mit den anderen Freiwilligen, die rund vier Wochen hier sind, durfte ich am ersten Tag eine Flussfahrt machen Proboscis Affen aufspüren und abends zwischen Tausendfüßlern durch den Schlamm waten. Die Nacht verrbachten wir dann im Ecocamp, wo Autobatterien nur ein paar LEDs am Leuchten halten und man ohne Taschenlampe schnell den Feuerameisen zum Opfer fällt.

Am nächsten Tag hieß es dann aber wirklich anpacken: In einer Baumschule suchten wir 70 Baumsetzlinge aus, die aus im Regenwald gesammelten Samen gewachsen sind, und transportierten sie zu Plot sieben. Hier hatten die Volunteers am Tag zuvor mit Machete und Schaufel alle Sträucher und Ranken niedergemacht, die in diesem gerodeten Gebiet die Jungbäume normalerweise am Wachsen hindern. Nach einem kurzen Marsch mussten wir dann Löcher in eineinhalb Metern Abstand buddeln und Bäume pflanzen. Endlich aktiv schwitzen und dreckig werden für den Umweltschutz! Für unsere Setzlinge mussten wir dann am Nachmittag fruchtbare Erde vom Fluss in die Baumschule transportieren. Die Sonne kannte keine Gnade. Dafür kam aber am Abend nach dem Volleyballspiel mit den Dorfbewohnern der erfrischende Borneo-Regenschauer, der die ganze Nacht über andauerte.

Autor: Manuel  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 27, 2011
Autor: Manuel
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 27, 2011

Was tun nach dem Abi?

One coral a day keeps the doctor away

Im Oktober ist es soweit: Zusammen mit einem malaysischen Fernsehsender will „the Green Connection“ einen neuen Rekord im Korallen „pflanzen" aufstellen. Damit rund 100 Taucher mehrere tausend Korallenfragmente in Beton gießen auf dem Ozeanboden verteilen können (in Wirklichkeit ist die Prozedur natürlich etwas komplizierter), lautete unsere Mission in dieser Woche: Riffuntersuchungen auf Mabul.

Von Mabul aus finden alle Tauchausfahrten nach Sipadan statt, dem Taucherparadies schlechthin, mit Mantarochen, Schildkröten und Haien. Leider war es unsere Aufgabe ein schlechtes Riff zu finden, das wirklich eine Rehabilitation nötig hat. Und dennoch bekamen wir Schildkröten, Rochen und Korallen zu Gesicht. Selbst die schlechtesten Riffe um Mabul regenerieren sich natürlich. Trotzdem haben wir die Explosion eines Fish Bombing mitbekommen. Beim Fish Bombing werden Fische mithilfe selbstgemachter Bomben gefangen. Die Unter-Wasser-Explosion tötet ganze Fischschwärme und zerstört die darunter liegenden Riffe. Und Müll findet man auch überall. Wir konnten aber auch allen Resorts von dem Projekt erzählen und sie motivieren, an der Mabul Marine Week teilzunehmen. Aus Kostengründen waren wir natürlich in einem Backpackers untergebracht. Umso größer war der Wow-Effekt in den Resorts, wo man fast das Zehnfache zahlt.

Einzig meine Kamera bekam beim visuellen Riff-Check etwas Salzwasser ab, weil der Druck in zehn Metern Tiefe für das Gehäuse wohl doch zu groß war. Aber wir haben das perfekte Riff gefunden und konnten es doch noch ordentlich dokumentiert.

Autor: Manuel  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 22, 2011
Autor: Manuel
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 22, 2011

Was tun nach dem Abi?

Und täglich grüßt das Murmeltier

Nach der Expedition scheint das "Alltagsleben" in der Green Connection fast schon routiniert. Man ist mit allem vertraut, hat seinen Schlafplatz, kennt den Weg zur Arbeit in- und auswendig, hat sein Stamminternetcafe gefunden und weiß wo man seine Lebensmittel einkauft. Natürlich gibt es dennoch täglich Überraschungen: Wenn 90 Buddhisten auf einmal Informationen über Sabahs Umwelt haben möchten, Schüler einer Internationalen Schule im Reef Tank tauchen möchten oder man in einer Schule mit rund 900 Schülern die grüne Nachricht verbreitet.

Zwischendurch nehme ich fleißig Videos auf, sodass am Ende meines Volunteering mindestens fünf Videos für die Website und Youtube entstanden sein werden. Für den Environmental Awareness Day in Benoni mussten wir alle Ideen und Kräfte vereinen, früh aufstehen, eine Rede aus dem Stegreif halten und den Kinder klar machen, dass sich Müll nicht vom Zuschauen und schon gar nicht von alleine aufhebt. Das Gleiche gilt für Sabahs Reisebüros, die ich versuche in die "Say no to Shark fin soup" Kampagne einzubinden, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Es fühlt sich an, wie Arbeiten im Ausland, a real expatriat life.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 19, 2011
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
Jul 19, 2011