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Was tun nach dem Abi?

Landpartie nach Lüneburg

Autor:
Inga

Rubrik:
auszeit nach dem abi

18.11.2011

Ebenso gut hätten wir nach Prag fahren können oder in die andere Richtung nach Paris, von der Entfernung her wäre es kein Unterschied gewesen. Aber nein, wir fuhren in die niedersächsische Provinz, nach Lüneburg in der Heide. In freudiger Erwartung auf ein Volleyballturnier, für das wir extra aus Baden-Württemberg anreisten, saßen mein Mitspieler und ich stundenlang in sämtlichen Regionalbahnen Deutschlands.

Zehn Stunden, das ist eine ordentliche Zeit, so dachten wir, und fassten abends zuvor den kühnen Plan, uns eine Flasche Wein zu kaufen, ein Baguette und ein bisschen Käse (Ja, wir sind etwas frankophon). Aber wir erlebten unser blaues Wunder, als wir exakt eine Minute nach 22 Uhr an der Kasse standen und von unseren Mitmenschen müde belächelt wurden. Die Kassiererin nahm leicht pikiert den Wein an sich. Ich verstand die Welt nicht mehr, wollte ihr meinen Personalausweis zeigen und wurde bald aufgeklärt: Nach zehn Uhr gibt’s keinen Alkohol mehr im Ländle! Da standen wir nun mit unserem Baguette und unserem Käse und kauften stattdessen Traubensaft. Es wurde trotzdem eine lustige Fahrt, die sich wirklich gelohnt hatte: Das Team Berlin/Baden-Württemberg scheiterte im Finale nur knapp und belegte einen silbernen zweiten Platz!

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