interaktiv

Was tun nach dem Abi?

Auf dem Jakobsweg

Autor:
Johannes

Rubrik:
auszeit nach dem abi

03.09.2012

Die zweite Urlaubswoche ist nun also angebrochen und soll, wenn es nach mir geht, niemals enden! Über San Sebastian bin ich durch das Baskenland gereist, gemeinsam mit zwei Kollegen aus dem Surfcamp und dem Bruder des einen bis nach Galicien! Wirklich geplant hatten wir dabei nichts, einzig das Ziel, innerhalb einer Woche in Galicien anzukommen stand auf dem Plan! Oh, und dabei so oft zu surfen wie nur irgend möglich, versteht sich! So machten wir also täglich mehrere Male in einer der unzähligen Buchten der nordspanischen Küste Halt, um Wellen und etwaige Schlafplätze zu finden.

Es ist genial, zu sehen, wie sich die Landschaft von Region zu Region verändert. Während Kantabrien und das Baskenland hauptsächlich aus unzugänglicher Steilküste bestehen, kommt man in Asturien bereits ohne größere Schwierigkeiten in die Buchten. Von bewaldeter zu mit Gras bewachsener Steilküste verändert sich die Landschaft, und auch die Bebauung unterliegt einem Wandel. Man sieht definitiv, dass es der Region, besser gesagt den Regionen hier oben, an Geld mangelt, denn ein Großteil der Bevölkerung und Bebauung wirkt sehr verarmt und heruntergekommen.

Wirklich verwundern tut das allerdings nicht, denn der einzige Wirtschaftsfaktor ist eine in die Jahre gekommene Industrie. Mit Tourismus ist hier auch nicht mehr viel, je weiter man sich nach Westen bewegt, desto leerer wird es. Einzig ein paar Pilger sieht man ab und zu, die den Jakobsweg gehen. Wie erwartet ist die Übernachtungssituation sehr entspannt, in insgesamt sieben Nächten hatten wir kein einziges Mal Schwierigkeiten. Und das bei derart genialen Stellplätzen! Auf Klippen mit direktem Meer-/Panoramablick, in Pinienwäldern auf der Düne, ebenfalls mit Meerblick, und auf normalen Strandparkplätzen, eine Minute Gehzeit vom Wasser entfernt! Was will man mehr? Das einzige Problem ist momentan nur die Kohle... Brettreperaturen sowie unerwartete, erzwungene Investitionen und dergleichen mehr lassen das Geld doch recht knapp werden!

Ich hoffe nur, dass ich die letzten Kilometer runter bis Vigo (momentan sind wir in La Coruña) noch über die Runden komme und die nächste Woche noch Geld für Essen habe. Ansonsten wäre ich gezwungen, frühzeitig zurück nach Frankreich zu fahren. Zwar muss ich dort für Stellplätze Geld bezahlen, doch ist dort die Verpflegungssituation um einiges leichter. Und komfortabler – bekocht werden ist doch eine feine Sache.

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