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Was tun nach dem Abi?

Pflegepraktikum

Autor:
Johannes

Rubrik:
orientieren

13.02.2013

Nachdem am Montag mein Pflegepraktikum beginnt, musste ich diese Woche noch kurz zu einer Art Vorstellungsgespräch, um die letzten Unklarheiten zu besprechen.

So habe ich erfahren, dass ich ein Gesundheitszeugnis benötige, da ich im Pflegepraktikum beispielsweise Patienten das Essen bringen muss. Also bin ich zum Gesundheitsamt gelaufen, um mir das Zeugnis ausstellen zu lassen. Das geht recht einfach, da es, im Vergleich zu vielen anderen Ämtern, doch ziemlich unbürokratisch funktioniert.

Das einzige was man braucht ist ein Personalausweis und 20 Euro. Ja, 20 Euro, das hat mich auch etwas schockiert. Man zahlt 20 Euro dafür, 15 Minuten in einem Wartezimmer zu sitzen. Dann wird man aufgerufen, bekommt ein (!!!) Din-A4-Blatt ausgehändigt und soll dieses durchlesen. Anschließend bestätigt man per Unterschrift, dass man das Blatt durchgelesen hat und mit keiner der aufgelisteten Krankheiten wissentlich infiziert ist. Dafür erhält man dann das Zeugnis und die Rechnung über 20 Euro.

Aber gut, daran führt halt leider kein Weg vorbei; es ist nur schade, dass das Krankenhaus, in dem ich das Pflegepraktikum mache, mir die Kosten nicht erstattet. Andererseits ist es auch ziemlich konsequent, schließlich erhält man während des Praktikums keinen Cent. Trotz 40-Stunden-Woche mit Früh- bzw. Spätschichten. Allein die Wochenenddienste bleiben einem erspart. Da ich jedoch vier Tage Urlaub – ich will Ende März zum Snowboarden – „reinarbeiten“ muss, muss ich da wohl auch durch.

Aber ehrlich gesagt freue ich mich auch schon richtig darauf. Endlich mal wieder etwas Sinnvolles zu tun, tut sicherlich gut! Und da ich in der Inneren, mit Spezialisierung auf Kardiologie und Gastroenterologie, eingesetzt werde, habe ich auch fast nur mit älteren Leuten zu tun, die vermutlich wirklich auf Hilfe angewiesen sein werden. Im Gegenzug haben diese dafür sehr oft wirklich interessante Geschichten zu erzählen. Ich bin also gespannt!

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