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Was tun nach dem Abi?

Pflegepraktikum in der Gynäkologie/Inneren

Autor:
Maja

Rubrik:
auszeit nach dem abi

07.05.2013

Bereits im Januar, als ich in den USA war, habe ich mich bei einem Nürnberger Krankenhaus für ein Pflegepraktikum beworben. Einerseits war meine Lust auf das dreimonatige Praktikum zunächst nur mittelmäßig. Auf der anderen Seite gibt es mir einen Einblick in den Krankenhausalltag, wodurch ich mir besser vorstellen kann, wie das zukünftige Berufsumfeld aussieht. Außerdem muss im Rahmen des Medizinstudiums eh ein Pflegepraktikum absolviert werden.

Vor einer Woche bin ich also mittelmäßig motiviert zum Krankenhaus aufgebrochen. Bevor mich die Pflegeleitung auf Station – in meinem Falle die gynäkologische und innere – begleitet hat, habe ich mir noch meine Kittel geholt: ganz schicke blaue, über knielangen Kleidern.

Auf der A3, wie meine Station heißt, wurde ich extrem freundlich begrüßt und nach einer halben Stunde waren all meine Unlust und die negativen Vorurteile zum Thema Pflegepraktikum verflogen. Das Pflegeteam ist super nett und behandelt mich als Praktikantin wirklich freundlich. Man fühlt sich überhaupt nicht ausgenutzt und die Arbeit macht Spaß.

Da mir recht viel erklärt wird, ist die Arbeit spannend, und ich darf relativ viel machen. Etwa die Morgenrunde, die ich nach einer Woche schon fast alleine drehen kann. Hier werden bei allen Patienten die Vitalzeichen, also Puls, Temperatur und Blutdruck, gemessen. Ansonsten darf ich ab und an bei der Visite zusehen oder bei sonstigen Untersuchungen, wie beispielsweise der Lungenfunktionsuntersuchung. Auch die Übergabe der Schichten mitanzuhören ist sehr spannend. Dabei erfährt man etwas über die Krankheitsbilder der einzelnen Patienten und deren Behandlung.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch langweiligere Aufgaben wie Essen austeilen und einsammeln. Früher hätte ich gedacht, dass ich Patienten waschen, wickeln, lagern und füttern ganz grässlich finden würde, aber es ist nur halb so schlimm wie gedacht. Gerade wenn die alten Menschen noch ansprechbar sind und sich dann sogar bedanken oder einem ein Lächeln schenken, fühlt man sich für alles entlohnt. Wieder andere Patienten sind eigentlich noch ganz fit und brauchen nur bei kleineren Angelegenheiten Hilfe. Teilweise macht es mir sehr viel Spaß, ein bisschen Smalltalk zu halten.

Im Großen und Ganzen gefällt mir das Pflegepraktikum, obwohl acht Stunden täglich im Schichtdienst kein Zuckerschlecken sind. Das Tolle ist das wunderbare Pflegeteam, der Kontakt mit den Patienten und dass man am Ende des Tages weiß, was man gemacht hat.

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