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Was tun nach dem Abi?

Zu Besuch in Gießen

Autor:
Maja

Rubrik:
orientieren

13.06.2013

Wem auch immer ich erzählt habe, dass ich bald nach Gießen fahre, konnte das nur schwer nachvollziehen. Das sei ja keine schöne Stadt! Ich hätte das Gerücht schon fast geglaubt, da mir meine Freundin, die dort wohnt, eine Postkarte mit einem ziemlich heruntergekommenen Haus geschickt hatte (allerdings nur aus Spaß!).

Trotzdem bin ich letztes Wochenende nach Gießen gefahren, und es hat sich herausgestellt, dass die Stadt gar nicht so hässlich ist! Schon allein deshalb, weil dort im Gegensatz meiner Heimatstadt die Sonne schien. Zugegeben, die Häuser sind zum größten Teil nicht die hübschesten, dafür hat die Stadt viele Parks und Grünflächen. Außerdem gibt es in Gießen Unmengen von Studenten, die das Stadtbild stark prägen. Angeblich ist der Studentenanteil hier sogar der höchste in Deutschland. Überall und ständig ist irgendwas los. Ob das nun „Gießen kocht“, die Theaterwoche der Schauspielstudenten, ein Konzert oder sonst irgendwas ist, in Gießen wird einem nicht langweilig.

Aber Langweile wäre eh nicht aufgekommen, denn wir hatten viel zu besprechen und meine Freundin wollte mir sehr viel zeigen. Beispielsweise das Café, das sie zusammen mit ihrer Schwester und noch zwei Freundinnen führt. Ich war schon sehr gespannt, es endlich mal zu sehen! „Kü-Che“ ist sehr gemütlich eingerichtet und man erhält dort gegen eine Spende Kaffee und Kuchen. Wenn ich in Gießen wohnen würde, wäre dieses Café mein zweites Wohnzimmer!

Außerdem habe ich noch eine Freundin getroffen, mit der ich in Mexiko und Guatemala unterwegs war. Sie macht gerade ein Praktikum beim Fernsehen in Mainz und konnte mir ziemlich viel über die Entwicklungen in der deutschen Politik erzählen. Im Moment weiß ich nämlich noch gar nicht so recht Bescheid, was politisch eigentlich in Deutschland so los ist.

Das Wochenende in Gießen hat mir also ziemlich gut gefallen. Meine Bewerbung für den Medizinstudienplatz habe ich aber leider schon vor einer guten Woche abgeschickt. Gießen habe ich wegen seinem unberechtigt schlechten Ruf gar nicht in die Präferenzenliste aufgenommen. Fast ein bisschen schade!

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