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Was tun nach dem Abi?

Endlich in Griechenland

Vergangenen Montag haben wir uns endlich auf den Weg gemacht. Endlich, weil wir schon seit über einer Woche los wollten. Obwohl wir erst am Nachmittag abgefahren sind, haben wir es trotzdem noch geschafft, am selben Tag in Triest anzukommen.

Den nächsten Morgen haben wir für die Organisation gebraucht: Wir mussten schließlich Fährtickets erstehen, Verpflegung für die Überfahrt kaufen und im Park Schlaf nachholen. Am Abend sind wir mit dem Bus zum Hafen gefahren und haben dort die verbleibenden Stunden bis zur Abfahrt im Aufenthaltsraum der Fährgesellschaft verbracht. Um drei Uhr nachts sind wir an Bord gegangen und haben unter freiem Sternenhimmel weiter geschlafen. Von Hitze und Sonne wurden wir am nächsten Tag geweckt. Der folgende Tag war sehr entspannt und von Essen und Schlafen geprägt.

Am nächsten Morgen kamen wir in Igoumenitsa an und haben uns mit einem ausgiebigen Frühstück am Strand gestärkt. Leider sind wir dann viel zu spät nach Kastoria aufgebrochen, so haben wir den Anschlussbus in Ioannina verpasst.

Warum wir überhaupt nach Kastoria wollen? Von dort aus kann man in ein Dorf fahren, in dem ein „Rainbow Gathering“ stattfindet. Ich kann selbst noch nicht genau sagen, was das ist, irgendetwas zwischen Festival und Kommune. Ich melde mich aber, wenn ich mehr weiß!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 6, 2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
Aug 6, 2013

Was tun nach dem Abi?

Angst ist mein zweiter Vorname

Wer jetzt denkt, dass ich übertreibe, den muss ich leider enttäuschen. Ich habe ständig Angst. Eigentlich ist es ein Wunder, dass ich überhaupt das Haus verlasse. Meine Fantasie geht gerne jedes nur erdenkliche Horrorszenario mit mir durch. Womit bewiesen wäre, dass ich eindeutig zu viel Fantasie habe. Ist ja für sich genommen nichts Schlechtes, blöderweise kann ich meine Fantasie nur schlecht an- und abstellen.

Vor jeder Reise mache ich mir sprichwörtlich in die Hose. Denn wie jeder Mensch fühle ich mich gegenüber Unbekanntem erst mal unwohl. Bin vorsichtig. Und habe zumindest zeitweise Angst. Vor Krankheiten. Vor Umweltkatastrophen. Vor Unfällen. Vor tausend Dingen. Oft mache ich aus einer Mücke einen Elefanten. Habe ich mich jedoch erst einmal entschieden, bin ich erstaunlich konsequent. Die Angst, nach Hause zu kommen und nichts mehr so vorzufinden wie es mal war… Die Welt verändert sich mit mir oder ohne mich.

Das meinem Angstgefühl außerdem in die Hände spielt, ist meine Neigung, für mich eher ungewöhnliche Reiseziele zu wählen. Litauen: Man spricht eine unbekannte Sprache und von dem Land habe ich überhaupt keine Vorstellung. Mich reizt das Unbekannte und ich habe Angst davor. Paradox, nicht wahr? So denke ich anscheinend. Oftmals frage ich mich, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, weil es mir so völlig irrational erscheint. Und andererseits gefällt es mir.

Zum ersten Mal in meinem Leben ist es an mir, zu entscheiden. Auf die Nase zu fallen. Wieder aufzustehen. Das nennt man dann wohl Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Das wollte ich die ganze Zeit. Nun habe ich es und muss erst lernen, damit umzugehen. Denn viele Entscheidungsmöglichkeiten überfordern einen oft. Was, wenn ich etwas falsch mache? Besser, man begeht Fehler, anstatt sich Zeit seines Lebens zu fragen, was gewesen wäre, wenn...

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 1, 2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
Aug 1, 2013

Was tun nach dem Abi?

Zwischen Praktikum und Urlaub

Gestern war mein letzter Tag im Krankenhaus. Keine Sorge, ich war nicht krank, sondern habe dort Pflegepraktikum gemacht. Die 90 Kalendertage, die fürs Medizinstudium vorgeschrieben sind, sind rum. Einerseits freue ich mich natürlich, dass ich diese wunderbaren, heißen Sommertage im Schwimmbad genießen kann und nicht um fünf Uhr morgens aufstehen muss, andererseits mag ich die Leute auf meiner Station so gerne, dass ich es fast ein bisschen schade finde, sie nicht mehr zu sehen. Die nächste Woche werde ich noch zu Hause sein, bevor ich nach Griechenland durchstarte. Es gibt nämlich noch einiges zu tun.

Einerseits muss ich mich darum kümmern, meine Praktikumsbestätigung ordentlich ausgefüllt zu bekommen, das hat sich nämlich als schwieriger herausgestellt als gedacht herausgestellt. Andererseits werde ich einen Haufen Papierkram vorbereiten müssen. Die Zuzusagen für einen Medizinstudienplatz werden nämlich, je nachdem, in welchem Verfahren man angenommen wird, zwischen Mitte August und Mitte Oktober rausgeschickt. Im unwahrscheinlichen Falle, dass ich über die Abiturbestenquote genommen werde, müsste ich mich noch im August immatrikulieren. Im August werde ich mich aber irgendwo in Griechenland oder Albanien befinden und somit könnte das ganze Unterfangen ein bisschen schwierig werden. Netterweise hat mein Vater angeboten, die Post für mich zu öffnen und im Falle einer Zusage meine ganzen Papiere an die jeweilige Uni zu schicken. Nach einem Anruf bei der Uni Freiburg und Leipzig weiß ich nämlich, dass man sich per Post bzw. sogar elektronisch immatrikulieren kann.

Ansonsten stehen noch die gewöhnlichen Urlaubsvorbereitungen an. Ausrüstung wie Karten, Plane oder Zelt und Packsäcke besorgen oder borgen, Couchsurf-Anfragen schreiben, Papiere kopieren etc. Falls noch Zeit bleibt, werde ich schon mal ein bisschen nach WGs in Leipzig und Freiburg suchen und versuchen, auf die Wohnheimwartelisten zu kommen. Das geht aber eigentlich nicht, wenn man noch nicht immatrikuliert ist. Ich werde aber mal ein bisschen telefonieren, um es vielleicht trotzdem zu schaffen.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 26, 2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
Jul 26, 2013