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Was tun nach dem Abi?

Rainbow People Gathering

Autor:
Maja

Rubrik:
orientieren

16.08.2013

Bis vor ein paar Tagen wusste ich selbst auch noch nicht so genau, was ein Rainbow People Gathering eigentlich ist. Aber seit ich vor ein paar Tagen selbst an einem teilgenommen habe, weiß ich ei bisschen mehr. Das Festival hat in der Nähe von Kastoria im Norden von Griechenland stattgefunden. Als wir ankamen, waren von den ursprüngliche 2.000 Leuten immerhin noch etwa 300 da.

Was ist jetzt also dieses Rainbow Gathering? Es ist so etwas wie ein Projekt des friedlichen, nicht-hierarchischen Zusammenlebens. Für einen Monat trifft sich die Rainbow Family (die aus Esotherikfreaks, Familien, Studenten, Hippies und vielen mehr besteht). Jeder schlägt sein Zelt oder einen andere Behausung auf. Es gibt einige Regeln wie kein Alkohol, keine Drogen, keine Seife, kein Müll, ein respektvoller Umgang miteinander und so weiter. Überwacht wird das nicht, trotzdem hält sich jeder dran.

Ansonsten isst man zwei Mal am Tag zusammen und jeder hilft beim Kochen, Aufräumen, Putzen. Erstaunlicherweise klappt das wirklich. Wir kamen nach drei Wochen Rainbow an und man hätte nicht gemeint, dass bereits so viele Menschen dort gewesen waren. Es lag kein Müll rum, der Fluss war sauber und der See unberührt (Um das Ökosystem nicht zu stören war es nämlich verboten, im See zu baden). Was auch erstaunlich gut funktioniert, ist die Finanzierung. Jeder gibt so viel Geld wie er mag, die meisten so zwischen drei und vier Euro am Tag, um das Essen zu finanzieren. Es drückt sich keiner, obwohl das ja ebenfalls nicht kontrolliert wird. Dadurch ist die Atmosphäre irgendwie sehr positiv und offen.

Es war eine sehr interessante Erfahrung und eine schöne Zeit, die wir auf dem Rainbow verbracht haben, und danach war es sehr seltsam, wieder in der Zivilisation anzukommen.

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