interaktiv

Was tun nach dem Abi?

Zurück in der Zivilisation

Autor:
Maja

Rubrik:
orientieren

04.09.2013

Als das Rainbow People Gatehring vorbei war, konnten wir mit 20 weiteren Leuten in einem VW-Bus nach Kastoria fahren. Es war total eng, heiß, stickig und hat gestunken. Außerdem war die Straße teilweise nicht asphaltiert. Mit anderen Worten: Ich war sehr froh, als wir nach zwei Stunden endlich angekommen sind.

Obwohl wir nur vier Tage so vollkommen ab vom Schuss waren, war es seltsam, wieder in der Zivilisation anzukommen. Überall waren Häuser und Läden. Wir müssen total abschreckend auf die ganzen Leute gewirkt haben, mit unseren verdreckten Klamotten und den ungewaschenen Haaren. Aber alle waren so freundlich und haben darüber hinweg gesehen. Der Aufenthalt fiel trotzdem sehr kurz aus. Wir haben uns nur ordentlich mit ungesundem Essen (auf dem Festival war alles vegan) eingedeckt und sind dann mit dem Bus nach Thessaloniki gefahren, wo wir bei einem netten Pärchen auf der Couch schlafen durften.

Sie haben uns geholfen, wo es nur geht, und sind mit uns am Abend noch ins Zentrum gegangen. So konnten wir uns ein bisschen orientieren und wussten, was wir am nächsten Tag anschauen würden. Wir haben ein bisschen Salsa getanzt, uns an den Malecon gesetzt und dort quatschend ein Bierchen getrunken.

Thessaloniki ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Meine Freundin und ich haben beschlossen, hier mal ein Auslandssemester zu verbringen. Mal schauen, ob das wirklich klappt. Die zweitgrößte Stadt Griechenlands ist teilweise ein bisschen runtergekommen, aber man merkt, dass es hier viele Studenten gibt. An jeder Ecke findet man Bars und Cafés.

Besonders gelungen fand ich unseren wir einen Spaziergang durch die an einem Hügel gelegene Altstadt. Pünktlich zum kitschigsten Sonnenuntergang, den ich je in meinem Leben gesehen habe, kamen wir mit einer Flasche Wein oben an der Festung an. Die Aussicht auf die Stadt und das dahinter liegende Meer war gigantisch!

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