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Was tun nach dem Abi?

Wasser und Schlangen

Autor:
Nele

Rubrik:
orientieren

22.10.2013

In Deutschland dreht man den Hahn auf, Wasser fließt. Einfach und schnell. Viel zu oft gehen wir sorglos mit Wasser um. Momentan haben wir hier Probleme mit der Wasserversorgung. Eine Pumpe ist kaputt. Außerdem stimmt etwas mit der Elektrik nicht. Heißt für meine Bekannten und mich: Ab sofort wird (eis)kalt geduscht. Wasser wird gespart, wo es nur geht. Das Schmutzwasser vom Geschirrspülen (es gibt hier keine Geschirrspülmaschine) wird auf die Pflanzen im Garten verteilt. Und es wird sehnsüchtig auf den nächsten Regen gewartet. In einer der trockensten Regionen Südafrikas wartet man da gut und gerne ein paar Monate, insbesondere, da der Sommer gerade erst angefangen hat.

Tagsüber wird es brütend heiß, manchmal fegt ein gnadenloser Wind über das Flachland. Ab halb zwölf Uhr mittags geht man nicht mehr aus dem Haus, sondern hält Siesta. Das kenn ich eigentlich nur aus Spanien. Leider suchen nicht nur die menschlichen Bewohner der Farm Linderung im Schatten (und damit im Haus), sondern auch Schlangen. Denen wird es nämlich auch zu warm. Eines Nachmittags erschütterte lautes Gekreische die Räumlichkeiten. Eine Besucherin der Farm, gesegnet mit einer panischen Angst vor Schlangen, hatte das Glück eine vor ihrer Zimmertür zu entdecken. Die arme Frau war fix und fertig. In Anbetracht der Situation war das auch nicht weiter verwunderlich. Dort lag nämlich keine harmlose Wald- und Wiesenschlange, sondern eine Puffotter, welche zu den giftigsten Schlangen der Region zählt. Dazu noch ein Jungtier, das sich von der kreischenden Frau in die Enge gedrängt fühlte. Während ich die Frau beruhigte, fingen meine Bekannten die Schlange ein – die Gefahr war gebannt.

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