interaktiv

Was tun nach dem Abi?

Vor dem großen Lernen kommt die Arbeit

Autor:
Nele

Rubrik:
orientieren

11.07.2014

So weit, so gut. Alle wichtigen Dokumente der Fernuniversität sind nach und nach bei mir eingetrudelt. Bis Oktober sind es noch drei Monate. Wahlweise gehe ich meinen Freunden, meinem Freund, meinen Großeltern oder meinen Eltern auf die Nerven. Um es auf den Punkt zu bringen: Mir fällt die Decke auf den Kopf und ich fühle mich einsam. Mein Freund wohnt weit weg und meine Freunde haben alle etwas zu tun. Es muss einfach eine Lösung her! Gesagt, getan. Seit gut einem Monat bewerbe ich mich für jeden erdenklichen Ferienjob, für den ich auch nur ansatzweise infrage kommen könnte. Auf meine Bewerbungen folgte lange Zeit … nun ja, gar nichts. Weder eine Zu-, noch eine Absage. Langsam bekam ich dann doch Antworten, aber leider waren es nur Absagen. Die sind zwar frustrierend, aber wenigstens weiß man dann Bescheid. Vergangene Woche jedoch erhielt ich gleich drei (!) Einladungen zum Vorstellungsgespräch, wovon eins schon hinter mir liegt. Ich war für diesen Termin eine halbe Stunde zu früh dran. Übertrieben, denkt sich jetzt vielleicht der eine oder andere. Stimmt auch. Allerdings hatte ich vor Jahren ein ziemlich unangenehmes Erlebnis: Ich war zum Vorstellungsgespräch für eine Praktikumsstelle eingeladen worden und freute mich riesig. Worum es sich genau handelte, kann ich nicht mehr sagen. Jedenfalls wollte ich die Stelle unbedingt. Und dann lief alles schief! Ich fand das Unternehmen nicht, war viel zu spät dran und hatte natürlich auch kein Handy dabei. Den Praktikumsplatz bekam ich natürlich nicht, obwohl ich mich tausendmal entschuldigte. So ein unzuverlässiges Verhalten ist normalerweise gar nicht meine Art, weswegen mir das Ganze auch so peinlich war. Ich schwor mir, dass mir sowas nie wieder passieren würde. Bei den Stellenangeboten handelt es sich übrigens durchgehend um „typischen“ Ferienjobs: als Aushilfe in der Gastronomie und als Mitarbeiterin in Produktionsbetrieben. Nicht unbedingt die abwechslungsreichsten Tätigkeiten, aber bevor ich mich wieder ganz der Theorie widme, tut mir ein bisschen körperliche Arbeit bestimmt gut.

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