Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Was tun nach dem Abi?

Wohin?

Da ist er also, mein eigener Blog über die aufregende Zeit, durch die ich gerade gehe. Bevor ich aber in der Gegenwart einsteige, möchte ich euch einen Überblick darüber geben, was ich seit dem Abi im vorigen Jahr alles erlebt habe - und wie ich nun in Tansania gelandet bin:
Mein Name ist Hannes und ich bin in einer schwäbischen Kleinstadt in der Nähe von Stuttgart geboren und aufgewachsen. Ich besuchte ein Gymnasium in Ludwigsburg und war auf direktem Weg zum Abitur, welches ich im Sommer 2017 erlangen sollte. Die Welt sollte bald mir gehören. Das Problem war, das ich nicht genau wusste, was ich mit dieser Welt oder vielmehr mit mir anfangen sollte.
So verstrich der Herbst 2016 und mit ihm meine ersten Möglichkeiten, im nächsten Sommer durchzustarten – etwa die Fristen zur Bewerbung auf duale Studiengänge. Studieren, ja, das wollte ich – aber was? Ich fühlte mich von den unendlichen Entscheidungsmöglichkeiten überfordert und spürte in mir den Wunsch aufkommen, erst mal ein Jahr Pause vom ewigen Lernen zu nehmen. Ich wollte reflektieren, meine Stärken und Schwächen ausloten, um dann eine qualifizierte Entscheidung über meinen weiteren Lebensweg zu treffen. Ich wollte einen Freiwilligendienst machen, am liebsten im Ausland; etwas Neues, Aufregendes entdecken und viel für mich mitnehmen – am besten gleich ein ganzes Jahr.
Afrika, das wäre doch spannend, dachte ich mir. Doch es war mittlerweile Januar. Ich bewarb mich im Nachrückverfahren bei Brot für die Welt für einen Freiwilligendienst, der vom Bundesprogramm „weltwärts“ gefördert wird. Ich hatte mein Motivationsschreiben extra von meiner Englischlehrerin Korrektur lesen lassen, doch ich bekam eine Absage.
Was nun? In dieser Krise erinnerte ich mich an einen Urlaub in Büsum an der Nordseeküste. Dort hatte uns die junge Freiwillige einer Naturschutzgesellschaft bei einer Wattwanderung geführt, uns die Wunder des Nationalparks gezeigt und auf die Gefahren hingewiesen, die ihn bedrohen. Das war beeindruckend! Ich beschloss kurzerhand, mich in dieser Richtung zu informieren. Doch auch hier war ich bereits zu spät, es gab nur wenige Restplätze. Bei einer Schutzstation in Büsum kam ich bis zum Vorstellungsgespräch, doch einige Wochen später erhielt ich den ernüchternden Anruf: Sie hatten sich für jemanden anderen entschieden und konnten mir nur noch ein dreimonatiges Praktikum anbieten – na ja, besser als nichts.

Autor: Hannes  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 20, 2018
Autor: Hannes
Rubrik: orientieren
Mar 20, 2018

Was tun nach dem Abi?

Gewissheit ist etwas Schönes

In meinem Briefkasten lagen vier Verträge für mein FSJ, die allesamt identisch waren. Ich weiß nicht genau, warum ich vier Mal dasselbe unterschreiben sollte, aber wenn die Diakonie das so möchte, wird das schon richtig sein. Darüber hinaus lag ein Schreiben dabei, das mir Auskunft darüber gab, dass ich am 1. Oktober um 10 Uhr in Dienstkleidung im Krankenhaus anzutreten habe. In Dienstkleidung! Wie mich das mit Stolz erfüllt, meine eigene Arbeitskleidung zu haben, auf der mein Name steht. Auch erfuhr ich, wann ich meine ersten Seminare haben werde, wann die Hygieneschulung stattfindet und wann ich in Sachen Notfälle unterrichtet werde. Das ist alles so aufregend! Doch weiß ich auch, wie hart die Zeit im Krankenhaus werden kann. Aber diese Erfahrungen will ich machen. Ich will wissen, wie es ist, von Tag zu Tag aufs Neue über acht Stunden zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und mit vielen Kollegen zu tun zu haben.

Es ist merkwürdig, dass ich ungefähr vor einem Monat noch komplett anders über das Thema FSJ gedacht habe. Ich hielt es sogar für Zeitverschwendung. Und plötzlich kann ich mir nichts Besseres vorstellen, als dieses FSJ zu machen und dann im nächsten Jahr mit dem Studium zu beginnen. Ich denke, dass es vor allem die Angst vor Absagen war, die mich dazu brachte, mich mit einer Alternative auseinanderzusetzen, die vorher nicht mal als Notfalllösung in Frage kam. Aber damit kann ich nun ganz gut leben.

Autor: Thilo  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 21, 2014
Autor: Thilo
Rubrik: orientieren
Oct 21, 2014

Was tun nach dem Abi?

Selbstwertgefühl

Heute lag eine neue Mail in meinem Postfach. Sie war von hochschulstart.de und enthielt die Info, dass ein neuer Bescheid zu meinem Zulassungsantrag für den Studiengang Medizin in meinem Nutzerkonto bereitliegt.

Ich klickte sofort auf den beigefügten Link, um nachzuschauen, gab anschließend meine Daten ein und – zögerte. Es war nur noch die Enter-Taste, die mich von der Gewissheit trennte. Sie wirkte aber wie eine unüberwindbare Hürde. An sich war es mir gleich, ob ich in diesem Jahr angenommen werden würde oder nicht, da ich sowieso mein FSJ antrete. Doch sehnte ich mich nach Anerkennung. Ich würde es als Erfolg werten, wenn ich nun eine Zusage bekäme, und als tiefe Niederlage, wenn dies nicht der Fall wäre

Es lagen sogar zwei Bescheide vor. Der erste gab aus, dass ich weder an der Universität Oldenburg noch an der Universität Heidelberg angenommen worden bin. Aber ... da fehlte doch eine Universität? Für Marburg stand eine Zusage auf dem zweiten Bescheid. Ich studierte das Schreiben mit gemischten Gefühlen. Einerseits freute ich mich darüber, dass ich überhaupt irgendwo angenommen wurde. Andererseits war ich aber auch enttäuscht, dass Oldenburg mich ablehnte.

Auf dem Bescheid stand, ich solle nichts unternehmen, wenn ich einen Dienst wie das FSJ antrete. Die Zulassung entfalle automatisch, ich solle sie aber aufbewahren, da ich dann im nächsten Jahr Anspruch auf eine erneute Zulassung hätte. Das sind doch gute Aussichten. Ich werde definitiv 2015 Medizin studieren können!

Autor: Thilo  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 14, 2014
Autor: Thilo
Rubrik: orientieren
Oct 14, 2014