interaktiv

Was tun nach dem Abi?

Wohin?

Autor:
Hannes

Rubrik:
orientieren

20.03.2018

Da ist er also, mein eigener Blog über die aufregende Zeit, durch die ich gerade gehe. Bevor ich aber in der Gegenwart einsteige, möchte ich euch einen Überblick darüber geben, was ich seit dem Abi im vorigen Jahr alles erlebt habe - und wie ich nun in Tansania gelandet bin:
Mein Name ist Hannes und ich bin in einer schwäbischen Kleinstadt in der Nähe von Stuttgart geboren und aufgewachsen. Ich besuchte ein Gymnasium in Ludwigsburg und war auf direktem Weg zum Abitur, welches ich im Sommer 2017 erlangen sollte. Die Welt sollte bald mir gehören. Das Problem war, das ich nicht genau wusste, was ich mit dieser Welt oder vielmehr mit mir anfangen sollte.
So verstrich der Herbst 2016 und mit ihm meine ersten Möglichkeiten, im nächsten Sommer durchzustarten – etwa die Fristen zur Bewerbung auf duale Studiengänge. Studieren, ja, das wollte ich – aber was? Ich fühlte mich von den unendlichen Entscheidungsmöglichkeiten überfordert und spürte in mir den Wunsch aufkommen, erst mal ein Jahr Pause vom ewigen Lernen zu nehmen. Ich wollte reflektieren, meine Stärken und Schwächen ausloten, um dann eine qualifizierte Entscheidung über meinen weiteren Lebensweg zu treffen. Ich wollte einen Freiwilligendienst machen, am liebsten im Ausland; etwas Neues, Aufregendes entdecken und viel für mich mitnehmen – am besten gleich ein ganzes Jahr.
Afrika, das wäre doch spannend, dachte ich mir. Doch es war mittlerweile Januar. Ich bewarb mich im Nachrückverfahren bei Brot für die Welt für einen Freiwilligendienst, der vom Bundesprogramm „weltwärts“ gefördert wird. Ich hatte mein Motivationsschreiben extra von meiner Englischlehrerin Korrektur lesen lassen, doch ich bekam eine Absage.
Was nun? In dieser Krise erinnerte ich mich an einen Urlaub in Büsum an der Nordseeküste. Dort hatte uns die junge Freiwillige einer Naturschutzgesellschaft bei einer Wattwanderung geführt, uns die Wunder des Nationalparks gezeigt und auf die Gefahren hingewiesen, die ihn bedrohen. Das war beeindruckend! Ich beschloss kurzerhand, mich in dieser Richtung zu informieren. Doch auch hier war ich bereits zu spät, es gab nur wenige Restplätze. Bei einer Schutzstation in Büsum kam ich bis zum Vorstellungsgespräch, doch einige Wochen später erhielt ich den ernüchternden Anruf: Sie hatten sich für jemanden anderen entschieden und konnten mir nur noch ein dreimonatiges Praktikum anbieten – na ja, besser als nichts.

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