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Was tun nach dem Abi?

Viva Italia

Italien ist mein absolutes Lieblingsland. Ich liebe die italienische Küche, die Landschaft, die Sprache und die lockere Lebenseinstellung der temperamentvollen Italiener. Schon oft habe ich meine Sommerferien auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde verbracht - so auch dieses Jahr.

Meine offiziell letzten Sommerferien als Schülerin wollte ich natürlich besonders auskosten. Und als ich so am Strand in der warmen Sonne lag und mich von den letzten stressigen Schulwochen im zwölften Jahrgang erholte, ließ ich meinen Gedanken freien Lauf und malte mir „Il Italiano Sogno" aus: Da ich mich zum Stiefel im Mittelmeer magisch hingezogen fühle, könnte ich doch nach dem Abitur für ein Jahr nach Italien gehen und dort unter den wärmenden Sonnenstrahlen als Au-pair arbeiten. Oder irgendwo jobben, zum Beispiel in einem Café, während ich in einer Gastfamilie wohne und so nebenbei mein Italienisch, das ich vorher in einem Sprachkurs vertieft haben würde, noch weiter verbessern.

Ich könnte aber auch an einer italienischen Universität Lehramt oder Grafikdesign oder Modedesign studieren: Italien - das Land der Mode, der Kreativität und Künstler. Hier würde sich bestimmt eine geniale Möglichkeit ergeben, das Wissen direkt von Meistern aufzusaugen.

Damit würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ich könnte endlich anfangen, meinem früheren Kindheitstraum als Künstlerin Grund und Boden zu schaffen und gleichzeitig dort ganz „come una italiana" leben! Ist das wirklich so abwegig?!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 29, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Nov 29, 2008

Was tun nach dem Abi?

Kinderhüten einmal anders

In der zehnten Klasse hatte jede/r Schüler/in ein einwöchiges Praktikum in einem selbst gewählten Betrieb zu machen. Da ich mich für ein Lehramtstudium für den Grundschulzweig interessierte, wollte ich die Gelegenheit nutzen und mein Praktikum in einer Grundschule absolvieren. Natürlich war ich entsprechend erfreut, als ich sogleich seitens der Schulleitung eine Zusage meiner „Wunschschule" erhielt.

Als Grundschulkind hatte ich dort selbst zwei Jahre lang lesen, rechnen und schreiben gelernt und kannte deshalb noch einige der Lehrkräfte. Dementsprechend fröhlich fing auch mein erster Praktikumstag unter großer Wiedersehensfreude an. Auch die vielen Kinder stellten mir Fragen über Fragen und waren sichtlich erfreut, für die folgenden Tage ein wenig Abwechslung im Stundenplan zu haben. Denn zwischen „normalen" Unterrichtsstunden bei ihren Lehrern, in denen ich anfangs als Zuhörer und Helfer dabei saß, gesellten sich auch „neue" Stunden, in denen ich allein an der Tafel stand und mit den Kindern das Rechnen und Schreiben übte. An einem Tag durfte ich sogar als „Vertretungslehrerin" einspringen! Natürlich gehörte auch die Pausenaufsicht zu meinen Aufgaben und so musste ich mich als Streitschlichter bei so mancher Rangelei durchsetzen.

Nach einer Woche waren mir die Kinder richtig ans Herz gewachsen und so wollte ich mich mit selbst gebackenem Kuchen bei ihnen und meinem Kollegium für die unglaublich tolle Woche bedanken. Lehrerin - das ist auch heute noch ein Traumberuf für mich.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 27, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Nov 27, 2008

Was tun nach dem Abi?

Sozialer Tag meets Werbeagentur

Und erneut hieß es: Neue Runde beim Berufs-Roulette! In der neunten Klasse konnte ich über meine allerersten Berufswünsche als Primaballerina oder Prinzessin nur lachen. Ich fühlte mich jetzt deutlich reifer und hatte ein neues Ziel in Sicht: Nach dem Abi wollte ich mich in der Werbebranche kreativ austoben und diverse Produkte von Pralinen über Autos potentiellen Kunden möglichst begehrenswert machen.

Als uns Schülern dann im Sommer der Soziale Tag bevorstand, kümmerte ich mich gleich um einen Platz in einer Werbeagentur, um auf diesem Wege etwas „Arbeitsluft" zu schnuppern.

Erwartungsvoll klingelte ich also zum besagten Termin bei der Werbeagentur und wurde sogleich herzlich empfangen.

Nach einer kurzen Hausführung von meinem Chef Jan, weihte er mich in meinen Arbeitsplatz ein: Für den heutigen Tag stand das Layouten eines Magazins auf dem Programm. Das Computerprogramm, mit dem die einzelnen Seiten digital bearbeitet wurden, war nicht gerade unkompliziert. Ich hatte mir das ganze irgendwie einfacher vorgestellt und war deshalb froh, als Jan mich von dem Programm erlöste und mich auf ein Eis einlud. Nach der kleinen Stärkung durfte ich an den Rätselseiten für das Magazin mitarbeiten und bei der Fotowahl mitentscheiden.

Als „Belohnung" für meinen Arbeitstag wollte Jan zudem noch ein kleines Interview mit mir im Magazin abdrucken. Ich war dementsprechend mächtig stolz, als ich schließlich das fertige Exemplar nach wenigen Wochen in den Händen hielt!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 25, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Nov 25, 2008