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Was tun nach dem Abi?

Der Flug nach Kathmandu

Meine Reise nach Kathmandu, wo ich als Freiwilliger bei einer Leprahilfe arbeiten wollte, begann im September 2017. Von Hamburg flog ich über München nach Abu Dhabi. Im Flieger lernte ich Julian und Max aus München kennen, die gerade auf dem Weg nach Jakarta waren. Beim Anflug auf Abu Dhabi ging die Sonne gerade auf. Ich sah die Formel-1-Strecke und ein riesiges Ferrari-Museum. Ansonsten gab es außer Wüste nicht viel zu sehen.
Am Flughafen setzte mir die Hitze zu. Ich hätte gerne das elegante weiße Gewand wie die Einheimischen getragen. Stattdessen quälte ich mich bei 35 Grad Celsius mit einer Winterjacke rum und hatte auch noch einen Schurwollpullover über dem Arm, weil der Platz im Gepäck knapp war. Nachdem Julian, Max und ich die Wartezeit zwischen den Flügen mit einem Kartenspiel überbrückt hatten, verabschiedete ich mich von den Jungs und begab mich zum Gate.
Beim Abflug aus Abu Dhabi sahen die suburbanen Siedlungen so aus, als hätte jemand in der Wüste einen Straßenteppich ausgerollt, so einen, auf dem kleine Kinder normalerweise spielen. Kurz danach sah ich erst die Skyline von Abu Dhabi und kurz darauf die von Dubai. Aus der Luft sah der Burj Khalifa aus wie eine kleine Stecknadel, dabei ist er mit 828 Metern das mit Abstand höchste Gebäude der Welt.
Nach einer gefühlten Ewigkeit befanden wir uns im Landeanflug auf Nepal. Statt der erwarteten hohen Berge, waren nur Wolken zu sehen. Doch irgendwann bemerkte ich, dass manche Wolken gar keine waren, sondern, dass es sich um die Schneekuppen des Himalayas handelte. Dann erschien Kathmandu. Die Stadt war riesig. Und die Luft sah jetzt schon dreckig aus.

Was tun nach dem Abi?

Besonders eklig

Seit Kurzem gibt es bei einer großen spanischen Supermarktkette getrocknete Insekten zu kaufen. Der deutschen Zeitung, bei der ich ein Praktikum mache, war das ein großer Bericht mit zwei Seiten wert. Für die Reportage brauchten wir noch anschauliche Bilder. Deshalb kaufte der Fotograf der Zeitung eine Schachtel mit getrockneten Maden und eine andere mit Grashüpfern. Meistens müssen die Praktikanten als Fotomodelle herhalten, was natürlich auch witzig ist. Ich musste daher einige Maden auf einen Löffel nehmen und diesen dann vor mein Gesicht halten. Damit es noch ein bisschen ekliger aussieht, haben wir einen getrockneten Grashüpfer auf die Maden gesetzt. Der andere Praktikant durfte ihn leicht anknabbern, um eine Nahaufnahme von seinem Mund zu machen. Probieren konnten wir die Leckereien am Schluss auch. Diese Delikatessen haben ihren Preis, eine ganz kleine Schachtel kostet rund sieben Euro, obwohl sie nicht besonders schmecken. Auch ein Interviewpartner, der gerade im Haus war, konnte es sich nicht entgehen lassen, die kleinen Insekten zu probieren.
In den darauffolgenden Tagen wurden wir immer wieder von den Kollegen auf diesen besonders ekligen Fototermin angesprochen. Doch trotzdem trauten sich nur wenige Mitarbeiter dieses kulinarische „Highlight“ auszuprobieren. Letztendlich wurde ein Bild von mir für die Titelseite der Zeitung ausgesucht – man sieht aber nur einen Teil meines Kopfes.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 18, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Oct 18, 2018

Was tun nach dem Abi!

Auf zur Sandburg

Eine Redakteurin zeigte mir und einem anderen Praktikanten einen Artikel in der spanischen Zeitung „Información“. Es ging um eine riesige Sandburg in der Nähe der Redaktion, in El Campello. Wenige Tage später durften wir dann selbst dorthin fahren, um mit den Erbauern der außergewöhnlichen Sandburg zu sprechen. Weil wir Praktikanten von der Redaktion ein eigenes Auto zur Verfügung gestellt bekommen, können wir öfter Außentermine wahrnehmen und selbst recherchieren. Morgens fuhren wir los und kamen nach einer Stunde Fahrt an. Die Burg fanden wir direkt an der Strandpromenade. Allerdings schliefen die beiden Erschaffer der Sandkunst noch. Später erzählten sie uns, dass sie die Burg nachts bewachen, damit sie niemand zerstört. Während die beiden noch schliefen, teilten wir Praktikanten uns auf, um die Passanten zu fragen, was sie von der Sandburg halten. Nach knapp einer Stunde wachte einer der beiden Strandburgenbauer auf und wir konnten ihn interviewen. Besonders wichtig war es, ein schönes Foto mit ihm und der Burg zu machen. Danach ging es zurück in die Redaktion, wo ich direkt mit dem Schreiben des Artikels begann. Ich freute mich sehr, da mein selbst geschossenes Bild für die Titelseite der Zeitung verwendet wurde. Das war für mich eine schöne Überraschung.