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Was tun nach dem Abi?

Wie ein Spiel

So fühlt es sich manchmal an, wenn ich Artikel für die beiden Blogs auf Spanisch oder Englisch schreibe. Denn Schreiben allein reicht nicht aus. Meistens fängt die Arbeit erst nach dem Schreiben des Artikels an, da die Beiträge für Suchmaschinen optimiert werden. Das Ziel dahinter ist, dass die Artikel bei einer Suchmaschine weiter oben erscheinen. Das System bewertet die Artikel nach Lesbarkeit und SEO (Search Engine Optimization). Von dieser hängen später die Werbeeinnahmen der Seiten ab. Die Herausforderung besteht oft darin, die Beiträge so zu schreiben, dass sie vom System leicht eingeordnet werden können. Wichtig ist es, kurze Sätze zu schreiben: Eine Regel ist zum Beispiel, dass 20 Prozent der Sätze nicht mehr als 20 Wörter enthalten dürfen. Und das ist oft gar nicht so leicht. Nach längerem Herumprobieren wechselt die rote Ampel der Bewertung auf gelb und dann auf grün. Endlich habe ich es geschafft! Für jeden Artikel muss ein Keyword bestimmt werden, welches ein paar Mal im Text vorkommt. Dabei muss man immer wieder kreativ werden, da diese Schlagworte bestenfalls nur einmal im gesamten Blog verwendet werden sollten. Mittlerweile komme ich schon besser mit der Bewertung des Textes zurecht und schreibe schon von selbst kürzere Sätze.

Leider neigt sich das Praktikum bald schon dem Ende zu. Nichtsdestotrotz freue ich mich, dass ich viel über Online-Journalismus, und -marketing gelernt habe. Zudem konnte ich viele besondere Orte von Madrid sehen und durfte zu interessanten Terminen mit Politikern und Geschäftsführern von großen Firmen gehen.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 29, 2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Mar 29, 2019

Was tun nach dem Abi?

Kriegszustände

Holi – das hinduistische Festival der Farben. Um 10 Uhr versammelten wir Freiwilligen uns gemeinsam mit der Gastfamilie auf der Dachterrasse des Volontärheims. Kleine Päckchen mit Pulver in verschiedenen Farben lagen bereit. Alle trugen weiße T-Shirts, die allerdings nicht mehr lange im Sonnenlicht glänzen würden. Und dann ging es los: Die Päckchen wurden aufgerissen und jeder ging auf jeden los – mit einer Handvoll Farbe. Das Ziel: die Farbe im Gesicht und auf dem T-Shirt zu verteilen.
Die Farbe ist nur der eine Teil. Aus einem kleinen Becken auf dem Dach schöpfte mein Gastbruder mit einem Eimer Wasser und leerte ihn über unseren Köpfen aus. Nach der Farb- war nun auch die Wasserschlacht eröffnet. Niemand blieb trocken oder ohne Farbe. Die nasse Farbe verteilte sich im Gesicht wie Kriegsbemalung. Auf den T-Shirts landeten bunte Handabdrücke. Vom Nachbarsdach flogen Wasserbomben zu uns rüber. Eine Stunde lang lieferten wir uns die Schlacht unseres Lebens, bevor die Erschöpfung uns einholte.
Das Programm war damit aber noch lange nicht vorbei, denn nach einer kurzen Pause brachen wir auf in Richtung Shanti-Center. Auf der Straße begegneten wir feiernden Nepalesen. Im Vorbeigehen riefen wir uns „Happy Holi“ zu und jedes Gesicht bekam mit Schmackes einen Farbwischer ab. Dieses unbekümmerte Feiern mit fremden Menschen auf der Straße war mir völlig neu. Klar, es gibt auch in Deutschland Straßenfeste oder Festivals, aber irgendwie ist die Barriere zu anderen, fremden Leuten größer. Der zwischenmenschliche Umgang hier in Nepal gefällt mir. Auf die Leute, die nicht mitfeierten, wurde dabei trotzdem Rücksicht genommen – man ließ sie in Ruhe weiterlaufen.
Im Shanti-Center wurden wir ebenfalls nicht verschont – eine Wasserbombe traf mich voll am Ohr, woraufhin ich erstmal nichts außer ein lautes Piepen hörte. Aber kurz danach ging es weiter und die Kinder bekamen die volle Ladung zurück.
Am Ende des Tages war nicht nur ich, sondern ganz Kathmandu in Farbe getaucht – eine besondere Abwechslung. Denn ansonsten erscheint die Stadt durch Staub und Smog grau und trüb.

Autor: Max  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 21, 2019
Autor: Max
Rubrik: orientieren
Mar 21, 2019

Was tun nach dem Abi?

Besuch in Alicante

Während meines Praktikums in Madrid verschlug es mich auch mal für einen Tag in meine ehemalige „Heimat“ Alicante. Meine Kollegin wurde zu einer Pressereise in die Stadt am Meer eingeladen und nahm mich als Fotograf mit. Wir fuhren zum Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO). Dort können Firmen und Privatpersonen Marken und Designs für die Verwendung in der ganzen EU eintragen lassen. Von der PR-Agentur bekamen wir die Tickets nach Alicante und waren mit dem spanischen Schnellzug in zweieinhalb Stunden vor Ort. In der EU-Behörde begrüßten uns mehrere Pressesprecher und führten uns durch das Gebäude, das direkt am Meer liegt. Der ganze Tag war mit kurzen Interviews bei verschiedenen Verantwortlichen gefüllt. Zu Beginn erhielten wir so viele Broschüren, dass wir regelrecht von Informationen überflutet wurden. Auffällig war, dass fast jede Information von einem verantwortlichen Pressesprecher überprüft werden musste. Mittags aßen wir zusammen in der Kantine, wo wir Fragen „off-the-record“ stellen durften. Das heißt, dass zwar auf die Fragen geantwortet wird, aber später nicht die jeweilige Person zitiert werden darf. Auf dem Heimweg nach Madrid fingen wir bereits im Zug mit dem Schreiben des Artikels an. Ich fragte bei der Lokalzeitung in Deutschland nach, bei der ich zuvor gearbeitet hatte, ob sie auch an dem Artikel interessiert wären. Sie waren sich nicht sicher, ob das Thema auch lokal relevant sei und boten sie mir an, meinen Artikel erst zu lesen und dann zu entscheiden, ob sie ihn entgeltlich veröffentlichen wollen. Allerdings wollten sie den Artikel im Endeffekt nicht. Die deutsche Zeitung in Spanien, bei der ich zuvor ein Praktikum machte, veröffentlichte den Artikel aber unentgeltlich. Gefreut habe ich mich, dass meine Bilder im Artikel meiner Kollegin für die Deutsche Welle veröffentlicht wurden. Außerdem schrieb ich noch für den Blog einen spanischen Artikel.